10 Euro Freebet ohne Einzahlung bei Sportwetten – was wirklich dahintersteckt
Stand: 20. Oktober 2026 · Geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 2. Oktober 2026
# 10 Euro Freebet ohne Einzahlung: Was deutsche Wettanbieter tatsächlich versprechen
Wer nach einer 10-Euro-Freebet ohne Einzahlung für Sportwetten sucht, stößt auf zwei Sorten von Versprechen: lizenzierte Anbieter mit deutscher Erlaubnis, die fast immer eine qualifizierende Einzahlung verlangen, und Webseiten ohne GGL-Whitelist-Eintrag, die mit „kein OASIS-Check“ werben. Beide Sorten trennen Welten – bei der Rechtslage, beim Spielerschutz und bei dem, was am Ende tatsächlich auf dem Wettkonto landet.

Die ehrliche Antwort vorab: Bei lizenzierten Anbietern in Deutschland ist eine Freebet ohne Einzahlung die Ausnahme, nicht die Regel. Wer eine Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder hat, bindet Willkommens-Aktionen fast immer an eine Einzahlung, an eine Mindestquote und an Fristen. Angebote ganz ohne Einzahlung finden sich am ehesten bei zeitlich befristeten Aktionen zu Großereignissen oder bei wenigen Freebets, die an die erste qualifizierende Wette gekoppelt sind. Versprechen, die beides einsparen – Einzahlung UND Sperrdatei-Abgleich – kommen fast ausschließlich von Anbietern ohne deutsche Erlaubnis.
Wer also eine 10-Euro-Freebet ohne Einzahlung sucht, sollte zuerst klären, was eine Freebet überhaupt ist, welche Regeln auf ihr lasten und welche Anbieter überhaupt legal in Deutschland Sportwetten anbieten dürfen. Erst danach lohnt sich der Blick auf den Vergleich.
Was eine Freebet ist und worin sie sich von Bonusgeld unterscheidet
Eine Freebet ist ein Wettguthaben, das ein Anbieter dem Kundenkonto gutschreibt. Sie wird nicht ausgezahlt, sondern muss als Einsatz einer Sportwette genutzt werden. Das unterscheidet sie klar von Bonusgeld, das als reguläres Guthaben auf dem Konto liegt und ausgezahlt werden kann, sobald die Umsatzbedingungen erfüllt sind.

Der zweite, oft übersehene Punkt: Bei einer Freebet wird der Einsatz im Gewinnfall nicht ausgezahlt. Wer eine 10-€-Freebet auf eine Quote von 2,00 setzt und gewinnt, erhält 10 € Gewinn, nicht 20 €. Der Einsatz verfällt mit der Abrechnung der Wette. Bei Bonusgeld, das als reguläres Guthaben gilt, würde der Einsatz Teil der Auszahlung sein. Dieses Detail entscheidet darüber, was die Freebet tatsächlich wert ist.
Die dritte Eigenheit: Freebets unterliegen Bedingungen, die das Marketing selten ausspricht. Dazu gehören eine Mindestquote (häufig 1,50 bis 2,00), eine Frist (oft 7 Tage ab Gutschrift), eine Beschränkung auf Einzel- oder Kombiwetten und gelegentlich ein Ausschluss bestimmter Märkte (zum Beispiel Systemwetten oder Live-Wetten). Wer eine Freebet nicht innerhalb dieser Regeln nutzt, verliert sie still und leise.
Der Unterschied zwischen Freebet und Bonusgeld hat eine direkte Folge für die Werthaltigkeit: Ein Bonus in Höhe von 10 € mit fünffachem Umsatz bei Mindestquote 1,80 hat einen anderen rechnerischen Wert als eine 10-€-Freebet, deren Gewinn ohne Einsatz ausgezahlt wird. Welche Variante für wen sinnvoller ist, hängt davon ab, wie viel man einsetzen will, auf welchen Quoten man spielt und wie lange man dem Angebot Zeit geben will.
Neukundenangebote ohne Einzahlung: Wie selten sie wirklich sind
Wer den Begriff „Freebet ohne Einzahlung“ bei deutschen Anbietern sucht, wird rasch feststellen: Die meisten Aktionen verlangen eine Einzahlung. Die Erklärung liegt im Mechanismus der deutschen Regulierung. Eine Erlaubnis der GGL bindet den Anbieter an das Einzahlungslimit von 1.000 € pro Monat, an die Sperrdatei OASIS und an eine vollumfängliche Verifizierung. Anbieter, die dennoch Freebets ohne Einzahlung vergeben, tun dies meist bei besonderen Anlässen: einer Fußball-Weltmeisterschaft, einem Pokal-Endspiel oder einer saisonalen Aktion.
Ein Beispiel, das diese Logik illustriert: Die 10-€-Gratiswette von bet-at-home auf den Sieger der FIFA WM 2026 war an eine Registrierung über den Aktionslink ab dem 9. Juni 2026 gebunden, an einen Wohnsitz in Deutschland und an eine Platzierung bis zum 28. Juni 2026 um 18:00 Uhr. Gewinne aus dieser Gratiswette unterlagen keinen Umsatzbedingungen – was bei einer Freebet ungewöhnlich ist und den Wert der Aktion deutlich erhöht. Die Aktion war zeitlich eng begrenzt und an ein konkretes Ereignis gekoppelt.
Wer auf eine solche Aktion wartet, sollte das Wettprogramm der Anbieter in den Wochen vor großen Turnieren im Blick behalten. Außerhalb dieser Gelegenheiten sind dauerhafte Freebets ohne Einzahlung bei lizenzierten Anbietern in Deutschland praktisch nicht zu finden.
Was eine Freebet rechnerisch wert ist: Ein Rechenbeispiel
Eine Freebet hat einen anderen Wert als ihr Nominalbetrag, weil der Einsatz im Gewinnfall nicht ausgezahlt wird. Der erwartete Wert einer Freebet, deren Einsatz nicht zurückgegeben wird, lässt sich für eine einzelne Wette schätzen: Er entspricht dem Freebet-Betrag multipliziert mit der Quote minus 1, geteilt durch die Quote, multipliziert mit der Auszahlungsquote des Marktes.
Für eine 10-€-Freebet auf einen Zwei-Wege-Markt mit beiden Quoten bei 1,90 – ein fiktives Beispiel, kein konkretes Angebot – ergibt sich rechnerisch: Die Auszahlungsquote des Marktes beträgt 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) = 1 ÷ (2/1,90) = 1,90/2 = 0,95. Der erwartete Wert der Freebet wäre dann 10 € × (1,90 − 1) ÷ 1,90 × 0,95 ≈ 10 € × 0,474 × 0,95 ≈ 4,50 €.
Anders gesagt: Eine 10-€-Freebet ist auf einem ausgeglichenen Markt nicht 10 € wert, sondern im statistischen Mittel etwa 4,50 €. Das ist die Konsequenz daraus, dass der Einsatz bei einem Gewinn nicht ausgezahlt wird und der Buchmacher auf dem Markt seinen üblichen Anteil behält. Bei höheren Quoten steigt der Wert, bei niedrigeren sinkt er. Auf einem Drei-Wege-Markt mit Quoten um 3,00 wäre der erwartete Wert höher, aber auch die Varianz größer.
Diese Rechnung verspricht keinen Gewinn. Sie zeigt nur, was die Freebet im Durchschnitt über viele Wetten kostet – und damit, was der Anbieter dem Kunden im Schnitt schenkt.
Die Rechtslage: Warum die Whitelist der einzige Test ist
Ob ein Anbieter in Deutschland legal Sportwetten anbieten darf, entscheidet allein die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL). Sie führt die sogenannte Whitelist nach § 9 Abs. 8 des Glücksspielstaatsvertrags 2021. Die Liste ist die einzige verlässliche Quelle. Eine .de-Domain, ein Impressum in Deutschland oder eine Malta-Lizenz beweisen nichts.

Wer eine Freebet ohne Einzahlung und ohne OASIS-Abgleich verspricht, steht fast immer nicht auf dieser Liste. Solche Angebote bewegen sich außerhalb der deutschen Erlaubnis. Die Konsequenzen: kein Zugriff auf OASIS, keine Anbindung an die LUGAS-Limitdatei, keine deutsche Rechtsdurchsetzung bei Streitigkeiten. Die GGL hat am 17. September 2026 Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor illegalen Angeboten gewarnt und betont, dass die Teilnahme an unerlaubtem Glücksspiel strafrechtlich relevant sein kann (§ 285 StGB).
Die Whitelist der GGL, Stand 2. Oktober 2026, führt 27 Inhaber einer Sportwetten-Erlaubnis (zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten-Erlaubnis) und drei weitere Inhaber reiner Pferdewetten-Erlaubnisse. Jede eingetragene Domain ist eine .de-Domain – aber nur, weil eine deutsche Erlaubnis eine .de-Domain voraussetzt. Eine .de-Domain ohne Whitelist-Eintrag beweist nichts.
Was die GGL-Erlaubnis konkret bedeutet
Eine Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 GlüStV erlaubt das Veranstalten und Vermitteln von Sportwetten im Internet. Sie wird von der GGL erteilt und gilt bundesweit. Eine Ersterlaubnis läuft nach § 4c Abs. 1 GlüStV fünf Jahre; die Whitelist zeigt Ausstellungsdaten, kein Enddatum.
Die Erlaubnis bringt Pflichten mit sich: Einzahlungslimit, OASIS-Anbindung, vollumfängliche Verifizierung, eigene Zahlungskonten, Insolvenzschutz der Spielergelder. Diese Pflichten schränken den Anbieter ein – aber sie schützen den Kunden.
Ein wichtiger Punkt für die Bewertung von Angeboten: Eine Casino-Erlaubnis, eine Poker-Erlaubnis oder eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele ist keine Sportwetten-Erlaubnis. Nur die Domain, die unter der Sportwetten-Erlaubnis gelistet ist, darf Sportwetten annehmen. Wer auf einer Casino-Domain auch Sportwetten findet, spielt auf einer anderen Erlaubnis als der, die die Whitelist der Domain zuordnet.
Sportwettensteuer: 5,3 %, aber nicht vom Einsatz
Die Sportwettensteuer beträgt nach §§ 16-25 RennwLottG 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ (§§ 17, 18). Das sind effektiv rund 5,03 % des eingezahlten Betrags (5,3 geteilt durch 105,3). Die Steuer wird vom Veranstalter geschuldet, nicht vom Spielenden (§ 19). Ob und wie der Anbieter sie an den Kunden weitergibt, entscheidet er selbst.
Wer eine Freebet nutzt, sollte prüfen, ob der Anbieter die Steuer auf den Gewinn aufschlägt. Einige Anbieter ziehen sie direkt vom Wettgewinn ab, andere nicht. Das ist eine Frage der AGB des jeweiligen Anbieters, nicht der Steuergesetzgebung. Die Steuer selbst ist keine Besonderheit von Freebets – sie gilt für jede Wette bei einem lizenzierten Anbieter in Deutschland gleichermaßen.
Spielerschutz: Was auch für Bonuskonten gilt
Eine Freebet ändert nichts an den Schutzregeln des Glücksspielstaatsvertrags. Auch wer nur einen 10-€-Bonus nutzt, unterliegt der Vollverifizierung, dem Einzahlungslimit und der OASIS-Sperrdatei.
Die wichtigsten Regeln im Überblick:
- Altersgrenze: Teilnahme erst ab 18 Jahren (§ 4 Abs. 3 GlüStV).
- Verifizierung: Vor der ersten Auszahlung ist eine vollumfängliche Identitätsprüfung Pflicht. Vor der Verifizierung darf der Anbieter höchstens 72 Stunden mit einem Einzahlungslimit von 100 € spielen lassen – ohne Auszahlungen.
- Einzahlungslimit: Standard sind 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg, technisch erzwungen über die LUGAS-Limitdatei. Anbieter dürfen für einzelne Spieler höhere Limits festlegen (bis 10.000 €, in Ausnahmen bis 30.000 € für höchstens 1 % der aktiven Spieler), aber nur bei nachgewiesener wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit – eine Selbsterklärung reicht nicht. Senkungen gelten sofort, Erhöhungen erst nach 7 Tagen.
- OASIS: Die Sperrdatei wird bei Registrierung und Login abgefragt. Eine Selbstsperre dauert bei Wunsch mindestens 3 Monate, sonst mindestens 1 Jahr (§§ 8, 8a GlüStV).
- Panikbutton: Ein Knopf im Spielerkonto löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus (§ 6i Abs. 3).
- Parallelbetrug: Verboten (§ 6h GlüStV) – ein Spieler darf nicht parallel bei mehreren Anbietern aktiv sein, ohne dass die LUGAS-Aktivitätsdatei dies registriert.
- Zahlungen: Nur von einem Zahlungskonto auf den Namen des Spielenden bei einem Geldwäschegesetz-pflichtigen Institut. Anonyme Zahlungsmittel – Kryptowährungen, anonyme Prepaid-Karten – sind ausgeschlossen.
Diese Regeln gelten unabhängig davon, ob eine Freebet, ein Bonusgeld oder gar keine Aktion auf dem Konto liegt. Wer sich bei einem Anbieter ohne Whitelist-Eintrag anmeldet, umgeht all diese Schutzmechanismen – und hat im Streitfall keinen deutschen Rechtsweg.
Warum „ohne OASIS“ ein Warnzeichen ist
Wer eine Freebet mit dem Zusatz „ohne OASIS“ bewirbt, wirbt mit dem Wegfall der Sperrdatei-Abfrage. Das klingt nach weniger Bürokratie. In Wahrheit bedeutet es: Der Anbieter ist nicht an die GGL-Pflichten gebunden, prüft keinen Sperrstatus und erkennt keine bundesweite Selbstsperre. Wer sich selbst gesperrt hat, würde auf einer solchen Plattform weiter spielen können.
Für Spieler, die mit ihrem Glücksspielverhalten hadert, ist das ein ernstes Risiko. Für Spieler, die noch nie an einer Sperre interessiert waren, ist es vor allem ein Hinweis auf die fehlende Erlaubnis – und damit auf fehlenden Insolvenzschutz, fehlende Rechtsdurchsetzung und fehlende Einhaltung des Einzahlungslimits.
Bonusbedingungen verstehen: Mindestquote, Umsatz, Frist
Jede Freebet und jedes Bonusgeld hat Bedingungen. Wer sie ignoriert, verliert am Ende Geld – entweder den Bonus selbst oder einen Teil des Gewinns.
Mindestquote
Die Mindestquote ist die Quote, ab der eine Wette zum Umsatz zählt. Liegt sie bei 1,80, zählen nur Wetten mit Quoten ab 1,80. Wetten mit niedrigeren Quoten werden zwar ausgewertet, tragen aber nicht zur Erfüllung der Umsatzbedingungen bei. Bei einer Freebet, die ohnehin nur einmal eingesetzt werden muss, ist die Mindestquote weniger kritisch. Bei Bonusgeld mit mehrfachem Umsatz entscheidet sie darüber, wie riskant die Wetten sein müssen.
Eine niedrige Mindestquote (1,20 bis 1,50) erlaubt sichere Wetten und reduziert das Risiko. Eine hohe Mindestquote (1,80 bis 2,00) zwingt zu riskanteren Wetten, was den statistischen Wert des Bonus mindert.
Umsatzbedingungen
Umsatzbedingungen sind die Pflicht, den Bonus (oder Bonus plus Einzahlung) eine bestimmte Anzahl Mal durchzuwetten, bevor eine Auszahlung möglich ist. Ein Bonus von 10 € mit fünffachem Umsatz erfordert 50 € Wetteinsatz, bevor ausgezahlt werden darf. Wetten zählen dabei nur bis zu einem bestimmten Höchsteinsatz pro Wettschein.
Beispiel aus der Praxis: Der Tipwin-Willkommensbonus erfordert einen siebenfachen Umsatz von Einzahlung plus Bonus. Wer 20 € einzahlt und 20 € Bonus erhält, muss 280 € umsetzen, maximal 100 € pro Wettschein, nur Wetten ab Quote 1,80.
Ein Bonus ohne Umsatzbedingungen – wie die Gratiswette von bet-at-home auf den WM-Sieger – ist rechnerisch wertvoller, weil der Gewinn direkt ausgezahlt werden kann.
Frist
Die Frist ist der Zeitraum, innerhalb dessen die Umsatzbedingungen erfüllt sein müssen. Typisch sind 30 bis 90 Tage. Beim Wettstar-Neukundenbonus sind es 60 Tage, danach verfällt der Bonus. Wer den Bonus in dieser Zeit nicht umsetzt, verliert ihn und alle Gewinne, die aus dem Bonusguthaben erzielt wurden.
Weitere häufige Einschränkungen
- Einmalige Nutzung: Viele Angebote gelten nur einmal pro Person, Konto, Haushalt, Zahlungsmittel, Gerät und IP-Adresse. Wer im selben Haushalt wettet, kann sich gegenseitig aussperren.
- System- und Mehrwegwetten ausgeschlossen: Freebets gelten oft nur für Einzel- und Kombiwetten, nicht für System- oder Mehrwegwetten. Wer gern Systemwetten spielt, kann den Bonus nicht nutzen.
- Kein Cashout bei Freebet-Wetten: Bei Wetten, die mit Freebet platziert wurden, ist Cashout häufig ausgeschlossen. Der Gewinn wird erst nach Wettauswertung gutgeschrieben.
- Kein Beitrag zu Quotenboosts: Manche Aktionen schließen Freebet-Wetten von parallelen Boosts aus. Der Bonus und der Boost schließen sich gelegentlich gegenseitig aus.
Werbliche Versprechen und ihre Einlösung: Ein Wort zur Realität
Werbeankündigungen klingen oft großzügiger, als die Bedingungen es sind. „Bis zu 100 € Bonus“ heißt: Wer den Höchsteinsatz einzahlt, erhält den Höchstbonus – alle anderen weniger. „Risikofrei“ heißt: Verloren wird nur der Bonus, der Einsatz kommt zurück – aber als Freebet, nicht als Geld. „Ohne Umsatzbedingungen“ heißt: Der Bonus selbst muss nicht umgesetzt werden, aber oft muss es die Einzahlung einmal.
Ein genauer Blick in die AGB zeigt, was die Aktion tatsächlich kostet – und was sie tatsächlich bringt. Drei Beispiele aus dem aktuellen Markt:
Winamax verdoppelt die erste Einzahlung bis zu 100 € in Freebets, ohne Umsatzbedingungen für die Freebets selbst. Die Einzahlung muss einmal umgesetzt werden, höchstens 100 €, ab Mindestquote 1,05. Cashout-Wetten und stornierte Wetten zählen nicht zum Umsatz. Das ist ein faires Angebot für Spieler, die mit kleinen Einsätzen auskommen.
bet365 bewirbt „bis zu 100 € in Wett-Credits“. Die Wett-Credits werden erst nach Abrechnung von Wetten im Wert der qualifizierenden Einzahlung freigegeben. Gewinne enthalten den Einsatz der Wett-Credits nicht. Hier ist der Mechanismus klassisch – der Bonus wird nur freigeschaltet, wenn man zuvor eigenes Geld eingesetzt hat.
MERKUR BETS bot eine 25-€-Freebet bei Ersteinzahlung ab 1 €, kombinierbar mit einer JokerBet-Versicherung bis 75 €, wenn vor der Wette die Option „Neukunden-JokerBet“ gewählt wurde. Das ist eine Kombination aus Freebet und Wettversicherung – eine vergleichsweise ungewöhnliche Konstruktion.
Wer die Mechanik versteht, kann Angebote miteinander vergleichen, ohne sich von der Werbung blenden zu lassen.
Der Vergleich: 10 lizenzierte Anbieter im Überblick
Die folgende Tabelle zeigt 10 Anbieter, die auf der GGL-Whitelist mit einer Sportwetten-Erlaubnis geführt werden. Jeder Eintrag nennt den Inhaber laut Whitelist und das Datum der Ersterlaubnis. Stand der Whitelist: 2. Oktober 2026.
| Marke | GGL-Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|
| Betano | Betkick Sportsbetting Limited, San Ġiljan, Malta | 19.02.2021 |
| Sportingbet | Sportingbet (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| Wettarena | I.B.C. Sportsbetting Limited, Sliema, Malta | 09.10.2020 |
| Winamax | WINAMAX (Société anonyme) | 29.06.2021 |
| NEO.bet | Greenvest Betting Limited | 09.10.2020 |
| AdmiralBet | Greentube Betting Malta Limited | 09.10.2020 |
| Interwetten | Interwetten Gaming Limited | 02.11.2020 |
| bet-at-home | Bet-at-home.com Internet Limited | 02.11.2020 |
| Tipico | Tipico Co. Limited, San Ġiljan, Malta | 09.10.2020 |
| MERKUR BETS | Merkur Bets Malta Limited | 06.11.2023 |
Die Liste zeigt, dass alle genannten Marken eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis haben. Die Erlaubnis allein sagt nichts über die Qualität der Bonusbedingungen, über die Höhe der Quoten oder über die Vielfalt des Wettprogramms. Sie zeigt aber, dass diese Anbieter sich der deutschen Regulierung stellen – und damit dem Spielerschutz, der Limitdatei und der Sperrdatei unterworfen sind.
Was die Tabelle nicht zeigt
Die Tabelle nennt keine Bonusaktionen, keine Mindestquoten, keine Umsatzbedingungen und keine Fristen. Diese Informationen stehen in den AGB jedes Anbieters und ändern sich häufig. Wer ein Angebot annimmt, sollte die aktuellen Bedingungen direkt beim Anbieter prüfen.
Die Tabelle nennt auch keine Auszahlungsgeschwindigkeit, keine Zahlungsmethoden, keine Vielfalt des Wettprogramms und keine Sonderfunktionen wie Cashout, Livestreams oder Wett-Konfiguratoren. Auch das sind Merkmale, die jeder Anbieter selbst pflegt.
Wettarena und Tipico: Zwei Sonderfälle
Wettarena wird laut AGB von der I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Sliema, Malta, angeboten. Das ist die Holding, die auch hinter Sportingbet steht. Beide Marken teilen sich Infrastruktur, unterscheiden sich aber im Wettprogramm und in den Aktionen.
Tipico gehört zur Tipico Co. Limited mit Sitz in San Ġiljan, Malta. Das Unternehmen wurde 2004 in Deutschland gegründet und hat sich über die Jahre zum größten Sportwetten-Anbieter auf dem deutschen Markt entwickelt. Tipico ist einer der wenigen Anbieter, die in Deutschland auch eine starke Präsenz im Einzelhandel haben.
Anbieter im Detail: Was die Whitelist-Erlaubnis im Einzelfall bedeutet
Betano
Betano wird laut Whitelist von der Betkick Sportsbetting Limited mit Sitz in San Ġiljan, Malta, betrieben. Die Ersterlaubnis datiert auf den 19. Februar 2021. Der Anbieter hat in den letzten Jahren sein Wettprogramm deutlich ausgebaut und bewirbt ein breites Angebot an Sportarten und Wettmärkten. Für Neukunden gelten die jeweils aktuellen Bonusbedingungen, die in den AGB des Anbieters stehen.
Sportingbet
Sportingbet wird von der Sportingbet (Deutschland) Limited betrieben. Cash Out ist bei Sportingbet nur bei Einzel- und Kombiwetten möglich, nicht bei Systemwetten und nicht bei als Freebet abgeschlossenen Wetten. Der Betrag richtet sich nach den aktuellen Quoten und wird erst nach Wettauswertung gutgeschrieben – das ist ein wichtiger Hinweis für Spieler, die ihre Wette absichern wollen. Die Ersterlaubnis datiert auf den 9. Oktober 2020.
Wettarena
Wettarena gehört zur I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Sliema, Malta. Die Marke richtet sich an Spieler, die ein umfangreiches Wettprogramm schätzen. Die Ersterlaubnis datiert auf den 9. Oktober 2020.
Winamax
Winamax wird von WINAMAX (Société anonyme) betrieben. Das Willkommensangebot verdoppelt die erste Einzahlung bis zu 100 € in Freebets, ohne Umsatzbedingungen für die Freebets. Die Einzahlung selbst muss einmal umgesetzt werden (Obergrenze 100 €), bei einer Mindestquote von 1,05. Cashout-Wetten und stornierte Wetten zählen nicht. Das Angebot gilt einmal pro Kunde, IP-Adresse, Gerät, Haushalt und Bankkarte. Winamax-Cashout erlaubt die vollständige oder teilweise vorzeitige Beendigung von Einzel-, Kombi- und MyMatch-Wetten, nicht aber von Torschützen-, System-, Langzeit- und Freebet-Wetten. Die Ersterlaubnis datiert auf den 29. Juni 2021.
NEO.bet
NEO.bet wird von der Greenvest Betting Limited betrieben, mit einer Ersterlaubnis seit dem 9. Oktober 2020. Der Anbieter bewirbt sich mit einem breiten Wettprogramm und regelmäßigen Sonderaktionen.
AdmiralBet
AdmiralBet wird von der Greentube Betting Malta Limited betrieben. Die Ersterlaubnis datiert auf den 9. Oktober 2020, mit Folgeerlaubnissen vom 13. Dezember 2022 und 29. Juli 2024. Für virtuelle Automatenspiele auf slots.admiralbet.de besteht eine separate Erlaubnis seit dem 28. September 2022. Die Sportwetten-Erlaubnis gilt allein für die Domain Admiralbet.de.
Interwetten
Interwetten wird von der Interwetten Gaming Limited betrieben. Interwetten kann Cash-Out-Angebote laut Sportsbook-Regeln ohne vorherige Ankündigung widerrufen oder deaktivieren – ein Hinweis, der für Spieler wichtig ist, die sich auf Cashout als Risikomanagement verlassen. Für Freebets und Bonusgeld ist Cashout nicht verfügbar. Die Ersterlaubnis datiert auf den 2. November 2020.
bet-at-home
bet-at-home wird von der Bet-at-home.com Internet Limited betrieben. Die 10-€-Gratiswette auf den Sieger der FIFA WM 2026 war ein Beispiel für eine Freebet ohne Einzahlung – befristet auf die Turnierphase. Die Ersterlaubnis datiert auf den 2. November 2020.
Tipico
Tipico gehört zur Tipico Co. Limited mit Sitz im Portomaso Business Tower in San Ġiljan, Malta. Das Unternehmen wurde 2004 von Oliver Voigt, Dieter Pawlik, Mladen Pavlovic und dem Rechtsanwalt Wolfgang Kuentzle gegründet. Tipico ist einer der wenigen Anbieter mit einer starken Präsenz im deutschen Einzelhandel und einem breiten Wettprogramm online. Die Ersterlaubnis datiert auf den 9. Oktober 2020.
MERKUR BETS
MERKUR BETS wird von der Merkur Bets Malta Limited betrieben. Die Ersterlaubnis datiert auf den 6. November 2023 – das ist die jüngste Ersterlaubnis in dieser Übersicht. Der MERKUR BETS CLUB schüttet für Kombiwetten oder Betbuilder mit mindestens drei Auswahlen und einer Gesamtquote von mindestens 4,00 bei einem Wocheneinsatz von mindestens 25 € am Montag der Folgewoche eine Freebet über 5 € aus (Aktion vom 9. Juni 2025 bis 14. Juli 2025). Die Freebet muss innerhalb von 3 Tagen aktiviert und innerhalb von 7 Tagen genutzt werden. Bei einer mit Freebet platzierten Wette ist kein Cashout möglich; der Gewinn wird abzüglich des Freebet-Einsatzes ausgezahlt. Der Kombi-Boost von MERKUR BETS gibt ab fünf Auswahlen einen Prozentbonus auf den Gewinn: 5 % bei fünf Auswahlen, je weiterer Auswahl ein Prozentpunkt mehr, höchstens 30 % ab 30 Auswahlen. Die Mindestquote je Auswahl beträgt 1,21.
Vergleichskriterien: Worauf es bei der Anbieterwahl ankommt
Wer einen Anbieter für eine Freebet ohne Einzahlung sucht – oder allgemein für ein Willkommensangebot –, sollte nicht nur auf den Bonusbetrag schauen. Drei Kriterien entscheiden, was die Aktion tatsächlich bringt:
Wie viel Prozent des Bonus am Ende ankommt
Ein 100-€-Bonus, der einen zehnfachen Umsatz bei Mindestquote 1,80 erfordert, ist weniger wert als ein 50-€-Bonus mit dreifachem Umsatz bei Mindestquote 1,50. Die Höhe des Bonus allein sagt nichts über seinen Wert. Entscheidend ist, wie viel man dafür wetten muss und auf welchen Quoten.
Wie lange man für die Umsetzung Zeit hat
Ein Bonus mit 30-Tage-Frist ist realistischer als einer mit 7-Tage-Frist. Wer nicht täglich wettet, sollte auf eine längere Frist achten. Wer den Bonus in der Frist nicht umsetzt, verliert ihn und alle damit erzielten Gewinne.
Welche Märkte und Wettarten ausgeschlossen sind
Viele Freebets gelten nicht für Systemwetten, Live-Wetten oder Wetten mit Cashout. Wer diese Wettarten bevorzugt, kann den Bonus möglicherweise gar nicht nutzen. Die AGB des Anbieters klären, welche Märkte ausgeschlossen sind.
Was es außerhalb der Whitelist gibt – und warum es problematisch ist
Im Internet finden sich Dutzende Anbieter, die „Freebets ohne Einzahlung“ und „ohne OASIS“ bewerben. Die meisten dieser Anbieter stehen nicht auf der GGL-Whitelist. Sie operieren mit Lizenzen aus Curaçao, Anjouan oder Malta – Lizenzen, die in Deutschland keine Gültigkeit haben. Die Konsequenzen für deutsche Kunden:
- Kein Zugriff auf OASIS, also keine bundesweite Selbstsperre.
- Keine Anbindung an LUGAS, also keine Kontrolle über das Einzahlungslimit.
- Kein Insolvenzschutz der Spielergelder nach deutschem Recht.
- Keine Rechtsdurchsetzung vor deutschen Gerichten.
- Höhere Limits und aggressivere Bonusbedingungen als bei lizenzierten Anbietern.
Die GGL hat am 17. September 2026 Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor solchen Angeboten gewarnt. Die strafrechtliche Verfolgung der Anbieter ist Sache der Behörden; die strafrechtliche Verfolgung einzelner Spieler ist in Deutschland nicht etabliert – das ist weder eine Aufforderung noch eine Beruhigung.
Zivilrechtliche Risiken: Der Tipico-Fall vor dem EuGH
Eine Frage, die zurzeit vor dem Europäischen Gerichtshof verhandelt wird, betrifft die zivilrechtliche Rückforderung verlorener Wetten bei Anbietern ohne deutsche Erlaubnis. Der Bundesgerichtshof hat am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) dem EuGH die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht. Der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus den Jahren 2013 bis 2018 zurück.
Der Generalanwalt des EuGH, Nicholas Emiliou, hat in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24) grundsätzlich für möglich gehalten, unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten – mit einer Ausnahme: Wenn Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen, könnte dies die Rückforderung einschränken.
Für die Frage, ob eine Freebet ohne Einzahlung bei einem nicht-lizenzierten Anbieter ratsam ist, bedeutet das: Die Rechtslage ist im Fluss. Eine Garantie auf Rückzahlung gibt es nicht – weder für noch gegen den Kunden.
Sportwettensteuer und Freebet: Wie sich 5,3 % auf den Gewinn auswirken
Die Sportwettensteuer von 5,3 % wird vom Veranstalter geschuldet, nicht vom Kunden. Ob der Anbieter sie an den Kunden weitergibt, ist seine Entscheidung. Bei Freebets, deren Gewinn ohnehin ohne den Einsatz ausgezahlt wird, schlägt die Steuer direkt auf den Auszahlungsbetrag durch – wenn der Anbieter sie nicht selbst trägt.
Beispiel: Wer eine 10-€-Freebet auf eine Quote von 2,00 setzt und gewinnt, erhält 10 € Gewinn. Wenn der Anbieter die Steuer auf den Kunden umlegt, werden von diesen 10 € noch 5,3 % abgezogen – gut 0,53 €. Der Auszahlungsbetrag wäre dann rund 9,47 €.
Wer eine Freebet nutzt, sollte in den AGB des Anbieters prüfen, ob die Steuer auf den Freebet-Gewinn erhoben wird. Bei den meisten lizenzierten Anbietern in Deutschland übernimmt der Anbieter die Steuer zumindest teilweise; die genauen Regeln sind je nach Anbieter unterschiedlich.
Die Steuerquote ist effektiv niedriger als 5,3 %
Die Steuer wird nicht auf den Einsatz berechnet, sondern auf den Einsatz abzüglich der Steuer selbst. Das klingt widersprüchlich, ist aber einfach: Wenn der Anbieter 100 € Einsatz kassiert und 5,3 % Steuer zahlen will, zahlt er auf 100 × 5,3/105,3 = rund 5,03 €. Das ist die effektive Belastung für den Anbieter.
Was der Anbieter an den Kunden weitgibt, ist Verhandlungssache. Manche Anbieter ziehen die Steuer direkt vom Gewinn ab, andere bieten „steuerfreie“ Wetten an und tragen die Steuer selbst. Beide Modelle sind legal – die Entscheidung liegt beim Anbieter.
Verantwortungsvolles Spielen: Wann eine Sperre sinnvoll ist
Eine Freebet verändert nichts daran, dass Glücksspiel süchtig machen kann. Wer merkt, dass er mehr setzt als geplant, sich Wetten auszahlen lässt, um Verluste zu kompensieren, oder sich Gedanken über die nächste Wette macht, wenn er nicht spielt, sollte Hilfe suchen.
In Deutschland stehen die OASIS-Sperrdatei und die Anbieter-eigenen Limitfunktionen zur Verfügung. Eine Selbstsperre über OASIS dauert mindestens 3 Monate (bei Wunsch eines kürzeren Zeitraums) oder mindestens 1 Jahr (wenn kein Zeitraum angegeben wird). Eine bundesweite Sperre wird über jeden Anbieter hinweg wirksam.
Hilfe und Beratung bietet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) unter der Nummer gegen die Sucht und online über die Anlaufstellen der Länder. Die Anonymen Spieler und der Fachverband Glücksspielsucht bieten Selbsthilfegruppen und Beratungsgespräche.
Wer das Einzahlungslimit von 1.000 € pro Monat als zu hoch empfindet, kann es jederzeit auf einen niedrigeren Betrag senken – die Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 7 Tagen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist eine Freebet, und worin unterscheidet sie sich von Bonusgeld?
Eine Freebet ist ein Wettguthaben, das für eine einzelne Wette genutzt wird. Sie wird nicht ausgezahlt, sondern als Einsatz verbraucht. Bonusgeld liegt als reguläres Guthaben auf dem Konto und kann ausgezahlt werden, sobald die Umsatzbedingungen erfüllt sind. Bei einer Freebet wird der Einsatz im Gewinnfall nicht zurückgezahlt; bei Bonusgeld schon. Der Unterschied entscheidet über den rechnerischen Wert beider Varianten.
Wird der Einsatz einer Freebet bei einem Gewinn mit ausgezahlt?
Nein. Bei einer Freebet wird nur der Gewinn ausgezahlt, nicht der Einsatz. Wer eine 10-€-Freebet auf eine Quote von 2,00 setzt und gewinnt, erhält 10 € Gewinn, nicht 20 €. Bei Bonusgeld, das als reguläres Guthaben gilt, wäre der Einsatz Teil der Auszahlung. Diese Regelung gilt bei den meisten lizenzierten Anbietern in Deutschland und ist der Hauptgrund, warum der rechnerische Wert einer Freebet unter ihrem Nominalbetrag liegt.
Gibt es bei lizenzierten Anbietern in Deutschland tatsächlich Freebets ohne vorherige Einzahlung?
Dauerhaft angebotene Freebets ohne Einzahlung sind bei lizenzierten Anbietern in Deutschland selten. Die meisten Willkommens-Aktionen verlangen eine Einzahlung. Eine Ausnahme bilden befristete Aktionen zu Großereignissen – wie die 10-€-Gratiswette von bet-at-home auf den Sieger der FIFA WM 2026, die an eine Registrierung über den Aktionslink und an eine Platzierung bis zum 28. Juni 2026 gebunden war. Solche Aktionen sind kurzfristig und an ein bestimmtes Ereignis gekoppelt.
Welche Rolle spielen Mindestquote und Umsatzbedingungen, bevor Gewinne aus einer Freebet ausgezahlt werden?
Die Mindestquote bestimmt, ab welcher Quote eine Wette zum Umsatz zählt. Die Umsatzbedingungen bestimmen, wie oft der Bonus (oder Einzahlung plus Bonus) durchgewettet werden muss, bevor eine Auszahlung möglich ist. Bei einer Freebet, die nur einmal eingesetzt werden muss, sind diese Regeln weniger kritisch; bei Bonusgeld mit mehrfachem Umsatz entscheiden sie darüber, wie viel Aufwand die Aktion tatsächlich kostet. Wer eine Freebet ohne Umsatzbedingungen erhält, kann den Gewinn direkt auszahlen lassen – vorausgesetzt, alle anderen Bedingungen sind erfüllt.
Was bedeutet der Zusatz „ohne OASIS“ bei Freebet-Angeboten, und welche Folgen hat er für den Spielerschutz?
OASIS ist die bundesweite Sperrdatei für Glücksspiel. Anbieter mit deutscher Erlaubnis sind verpflichtet, OASIS bei jeder Registrierung und jedem Login abzufragen. Wer „ohne OASIS“ wirbt, signalisiert, dass der Anbieter nicht an diese Pflicht gebunden ist – und steht daher fast immer nicht auf der GGL-Whitelist. Für Spieler bedeutet das: Kein Zugriff auf die bundesweite Selbstsperre, kein Insolvenzschutz nach deutschem Recht, keine Anbindung an das Einzahlungslimit und keine Rechtsdurchsetzung vor deutschen Gerichten. Wer ein „ohne OASIS“-Angebot annimmt, gibt die Schutzmechanismen des Glücksspielstaatsvertrags auf.
Wie wirkt sich die Sportwettensteuer von 5,3 % auf Quote und Gewinn einer Freebet aus?
Die Sportwettensteuer wird vom Veranstalter geschuldet, nicht vom Kunden. Ob und wie der Anbieter sie an den Kunden weitergibt, ist Sache der AGB. Bei einer Freebet, deren Gewinn ohne Einsatz ausgezahlt wird, schlägt die Steuer direkt auf den Auszahlungsbetrag durch – sofern der Anbieter sie nicht selbst trägt. Die effektive Steuerbelastung auf den Einsatz liegt bei rund 5,03 %, da die Steuer auf den Einsatz abzüglich der Steuer selbst berechnet wird. Lizenzierte Anbieter in Deutschland kommunizieren in ihren AGB, wie sie mit der Steuer umgehen.
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Inhalt erstellt vom Team «Wett App Info»
