Davis Cup 2026: Wo die Wette auf den Länderwettbewerb am ehesten aufgeht

Updated Oktober 2026
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Stand: 20. Oktober 2026 · geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand der Liste 2. Oktober 2026.

Ein Sandplatz mit frisch gezogenen Linien in der Nachmittagssonne, Netz und Ballkorb am Rand, keine Menschen.
Der Davis Cup 2026 ist die 114. Ausgabe und läuft vom 5. Februar bis 29. November 2026.

Der Davis Cup 2026 läuft vom 5. Februar bis 29. November 2026, die 114. Ausgabe eines Wettbewerbs, den die ITF seit 1900 austrägt. Rekordsieger sind die USA mit 32 Titeln vor Australien mit 28 (vier davon als Australasien). Zehn Anbieter, die auf der Whitelist der GGL mit einer Sportwetten-Erlaubnis geführt werden, stehen im Fokus dieses Vergleichs, der das Wettprogramm des Davis Cup unter die Lupe nimmt: vorab festgelegte Quoten auf Einzel und Doppel, Live-Quoten auf das nächste Spiel oder den Ausgang der Partie, dazu Bonusbedingungen, Zahlungswege und die Frage, wie viel Prozent der Anbieter selbst an jeder Quote verdient. Eine Voraussage, wer gewinnt, enthält der Vergleich nicht – Wetten auf Tennisturniere lassen sich nur anhand dessen bewerten, was ein Anbieter fairer macht als der andere, nicht anhand eines vermuteten Siegers.

Was der Davis Cup 2026 spielplanmäßig ist und wie sich die Wettmärkte darum herum aufbauen

Der Spielplan des Davis Cup 202 (die erste Qualifikationsrunde lief vom 5. bis 8. Februar 202, die zweite vom 18. bis 20. September 2026) bestimmt, wann Buchmacher überhaupt Quoten stellen können. Außerhalb der fest terminierten K.o.-Spiele eines konkreten Länderduells bleibt das Wettprogramm dieses Mannschaftswettbewerbs schmal; die meisten Anbieter listen Quote auf Gesamtsieger oder nächste Begegnung, weniger auf jedes einzelne Match innerhalb einer Partie. Wer früh genug setzt, bekommt Quoten, die sich später nicht wiederholen.

Ein Tennisschläger lehnt an einer Bank neben einer Sporttasche, im Hintergrund ein leerer Platz.
Rekordsieger des Davis Cup sind die Vereinigten Staaten mit 32 Siegen vor Australien mit 28 Siegen (davon vier als Australasien).

Im Final-Turnier ist das Format verkürzt: pro Länderduell werden nur drei Partien ausgetragen, zwei Einzel und bei Bedarf ein Doppel. In den Qualifikationsrunden gilt das klassische Format mit bis zu vier Einzeln und einem Doppel an zwei Tagen, alle Matches Best-of-Three. Sobald eine Mannschaft drei Siege hat, entfallen die restlichen Partien – und damit auch alle Wettmärkte auf eben diese Partien. Das ist der Punkt, an dem die meisten Live-Wetten auf den Davis Cup still enden, ohne dass der Anbieter etwas aus dem Wettschein nimmt. Wetten auf die nicht mehr stattfindenden Spiele werden in der Regel mit Quote 1,00 abgerechnet, weil das Ereignis als „nicht stattgefunden“ bewertet wird – ein Unterschied, der in den AGB der Anbieter steht und im Zweifel beim Anbieter nachzulesen ist.

Für das Final 8 in Bologna stehen bei Veröffentlichung dieses Textes Spanien, Deutschland, Großbritannien, Österreich, Südkorea, Tschechien, Kanada und Italien als qualifizierte Nationen fest, Italien als Titelverteidiger und Gastgeber.

> Mit 161 gemeldeten Nationen (157 spielten 2025) ist der Davis Cup eines der am breitesten aufgestellten Turniere im Weltenniszirkus – ein Umstand, der die Wettmärkte kleinteiliger macht als bei Grand-Slam-Turnieren, wo nur 128 Spieler im Hauptfeld stehen.

Einzel- und Doppelmärkte unterscheiden sich preislich. Über die meisten Tennismärkte hinweg schlagen Buchmacher auf den Doppel-Markt eine leicht höhere Marge als auf Einzel, weil weniger Informationen über Doppel-Teams kursieren und die Quoten seltener von Profispielern arbitrage-empfindlich gemacht werden. Für den Davis Cup gilt das verschärft: nationale Doppelspieler sind über die Saison hinweg kein konstanter Pool, sondern werden je nach Nation und Termin zusammengesetzt. Wer auf ein Doppel setzt, akzeptiert in der Regel eine niedrigere Auszahlungsquote als auf ein Einzel.

Auch wer auf den Ausgang eines Länderduells wettet, sollte die Auszahlungsquote im Auge behalten, nicht den Geldbetrag. Eine 1,90 auf Deutschland sieht aus wie 1,90 auf Spanien – in der Marge des Marktes, also der Differenz zwischen dem, was die Wettenden insgesamt setzen, und dem, was der Buchmacher auszahlt, kann der gleiche Preis bei zwei Buchmachern auf demselben Markt fünf Prozentpunkte Unterschied bedeuten.

Die Rechtslage für Davis-Cup-Wetten in Deutschland

Seit dem 1. Juli 2021 gilt der GlüStV 2021, und Sportwetten im Internet sind in Deutschland nur erlaubt, wenn der Veranstalter eine Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3, § 27f Abs. 1 GlüStV besitzt. Die Aufsicht führt die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) mit Sitz in Halle (Saale). Die GGL führt die amtliche Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV – sie ist die einzige Quelle, an der sich überprüfen lässt, ob ein Anbieter für deutsche Spielerinnen und Spieler legal Sportwetten anbietet. Stand 2. Oktober 2026 listet sie 30 Einträge mit unterschiedlichen Erlaubnistypen.

Eine Waage aus Messing und ein geschlossener Ordner ohne Beschriftung stehen neben einer Tischlampe auf einem Schreibtisch.
Als Anbieter von bwin führt die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder die bwin (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Was auf der Whitelist steht, ist die Sportwetten-Erlaubnis; was nicht dort steht, hat keine Erlaubnis. Weder eine maltesische, noch eine Anjouan- oder Curaçao-Lizenz, noch eine .de-Domain allein begründet ein Recht, in Deutschland Sportwetten zu vermitteln. Eine .de-Domain ist Werbung, kein Nachweis. Wer wissen will, ob ein konkreter Anbieter erlaubt ist, sieht auf der GGL-Whitelist nach, ob er dort für die exakte Domain geführt wird, auf der gespielt werden soll.

Die Whitelist enthält das Datum der Ersterlaubnis und der Folgeerlaubnis, aber kein Enddatum – ein Enddatum wäre nach § 4c Abs. 1 zwar nach fünf Jahren zu setzen, aber die Whitelist ist eine Momentaufnahme, kein Vertragsdokument. Wer dort gelistet ist, ist heute erlaubt; ob die Liste morgen so aussieht, sagt sie nicht.

Die Erlaubnis deckt ausschließlich das ab, was der GGL als Sportwettprogramm genehmigt ist (§ 21 Abs. 1, 5). Erlaubt sind Fixed-Odds-Wetten auf den Ausgang eines Ereignisses, Teile davon oder Vorfälle darin, einzeln oder in Kombination. Verboten sind Wetten auf Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige oder Amateure teilnehmen – die GGL-Praxis stuft Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateursport ein, weshalb dort keine Lizenzwetten angeboten werden – sowie Wetten, die manipulationsanfällig sind, und Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung. Wetten auf soziale oder politische Ereignisse sind ebenfalls nicht zulässig.

Für den Davis Cup folgen daraus drei Konsequenzen: Erstens darf jede auf der Whitelist geführte Domain Wetten auf Einzel, Doppel, Gesamtmatch und Gesamtsieger dieses Wettbewerbs anbieten. Zweitens darf sie auf das nächste Spiel und das Match-Ergebnis Live wetten lassen, nicht aber auf den nächsten Punkt (§ 21 Abs. 4). Der nächste Punkt im Tennis fällt unter die nicht erlaubten Komponenten – eine Einschränkung, die einzelne internationale Buchmacher, die keine deutsche Erlaubnis haben, nicht trifft. Drittens ist der Davis Cup nicht in der Liste der Minderjährigen- oder Amateursportarten – die WTA, ATP und ITF-Veranstaltungen der Herren zählen zum erlaubten Bereich.

Steuerlich liegt die Sportwettensteuer nach §§ 16–25 RennwLottG bei 5,3 % und ist vom Veranstalter zu entrichten, nicht vom Spielenden (§ 19). Sie wird auf den Einsatz „abzüglich der Steuer selbst“ berechnet, was umgerechnet rund 5,03 % des eingezahlten Betrags ergibt. Die Frage, ob und wie der Anbieter sie an die Kunden weitergibt, ist seine Entscheidung und steht in seinen AGB. Ein Anbieter mit „0 % Wettsteuer“ trägt sie selbst; ein anderer zieht sie vom Gewinn ab; ein dritte zieht sie vom Einsatz ab. Es gibt keine einheitliche deutsche Praxis und keine Pflicht zur Weitergabe – was im Wettschein steht, sollte vor Abgabe geprüft werden, besonders bei vergleichenden Quoten.

Zivilrechtlich ist die Lage im Fluss. Der Bundesgerichtshof hat am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) dem EuGH die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus den Jahren 2013 bis 2018 zurück. In seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 hat Generalanwalt Nicholas Emiliou es in der Rechtssache C-530/24 grundsätzlich für möglich gehalten, unlizenzierte Sportwettenanbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten – mit einer Ausnahme für Fälle, in denen Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Für die Spielenden bedeutet das keine Garantie: Es handelt sich um eine richterliche Schlussantragsempfehlung und ein laufendes Verfahren, nicht um ein Urteil.

Spielerschutz, der unabhängig vom Anbieter gilt

Vier Schutzregeln greifen bei jedem Anbieter mit deutscher Erlaubnis in derselben Weise, weil sie im GlüStV stehen und nicht in den AGB des einzelnen Buchmachers verhandelbar sind.

Erstens das Einzahlungslimit nach § 6c Abs. 1: 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg, technisch durchgesetzt über die LUGAS-Limitdatei. Ein Anbieter darf für einzelne Spielende auf bis zu 10.000 € erhöhen, auf 10.000–30.000 € sogar für maximal ein Prozent seiner aktiven Kundinnen und Kunden – aber nur mit nachgewiesener wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit, nicht auf Selbstauskunft. Senkungen gelten sofort, Erhöhungen erst nach sieben Tagen.

Zweitens OASIS nach §§ 8, 8a: das bundesweite Sperrsystem, das bei Registrierung und Login abgefragt wird. Selbstsperre gilt mindestens drei Monate, wenn die sperrende Person eine Frist nennt, sonst mindestens ein Jahr. Drittens der Panikbutton nach § 6i Abs. 3: ein Klick, der den Account für 24 Stunden sperrt. Viertens die Identitätsprüfung und ein Konto pro Anbieter nach § 6a: Vor der vollständigen Verifizierung darf ein Anbieter maximal 72 Stunden mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlung spielen lassen.

Wer bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis spielt, ist an OASIS und LUGAS nicht angeschlossen; dort gilt weder das 1.000-€-Monatslimit noch greift die Sperrdatei, und die 72-Stunden-Grenze gilt nur, falls der Anbieter sie selbst einbaut. Zahlungen nach § 6b Abs. 4 sind nur von einem Konto im eigenen Namen bei einem Geldwäschegesetz-pflichtigen Institut erlaubt – anonyme Zahlungsmittel und damit auch Kryptowährungen und anonyme Prepaid-Karten sind ausgeschlossen. Spielerguthaben liegt auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt (§ 6b Abs. 6–7). Wer bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis spielt, hat diese Sicherung nicht.

> Ein Anbieter kann noch so kundenfreundlich erscheinen – wenn er nicht auf der Whitelist steht, fällt er durch keines dieser Schutznetze.

Wie sich Quoten, Live-Wetten und Kombiwetten beim Davis Cup verhalten

Die Marge eines Buchmachers ist der Anteil jedes Euro Einsatz, den der Anbieter im Durchschnitt behält – die Differenz zwischen dem, was die Wettenden setzen, und dem, was der Buchmacher auszahlt. Bei einem Zwei-Wege-Markt mit beiden Quoten 1,90 beträgt die Auszahlungsquote 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) = 0,95 – also 95 %, was einer Marge von 5 % entspricht. Bei derselben Marke und denselben Quoten 1,80 / 1,80 sinkt die Auszahlungsquote auf rund 90,4 %, die Marge klettert auf etwa 9,6 %. Bei Quoten 2,00 / 2,00 liegt die Auszahlungsquote bei 100 % – was in der Praxis nie vorkommt, denn dann würde der Buchmacher nichts verdienen; in der Realität bewegen sich Buchmacher zwischen 92 % und 96 % auf gut frequentierten Märkten.

Für den Davis Cup gilt: Der Ländervergleichsmarkt – wer gewinnt das Duell – hat eine niedrigere Marge als der Sieger-Gesamtwettbewerb, weil Profi-Syndikate ihn arbitrage-empfindlich machen und die Anbieter ihre Quoten entsprechend scharf kalkulieren müssen. Live-Wetten auf den nächsten Satz oder den Ausgang liegen meist eine Marge höher als Vorabwetten, weil der Buchmacher mit Modellen gegen In-Play-Spezialisten arbeitet und einen Risikoaufschlag einpreist. Genauere Auszahlungsquoten pro Buchmajer sind nicht öffentlich; sie schwanken je nach Begegnung und Markt und lassen sich nur stichprobenartig überprüfen.

Wer auf einzelne Begegnungen wettet, sollte zwei Dinge prüfen: ob der Anbieter den Davis Cup überhaupt im Programm hat – einige internationale Buchmacher listen ihn ohne deutsche Lizenz nur eingeschränkt – und ob die Quoten vorab festgelegt sind. Eine vorab festgelegte 1,90 auf Deutschland hat einen anderen Wert als eine 1,90, die nach Spielbeginn noch nachjustiert wird. Die Frage „Wie wird eine Wette auf den Ausgang eines Länderduells abgerechnet, wenn die Entscheidung bereits gefallen ist?“ hat eine klare Antwort: Eine Wette auf das Gesamtergebnis „Deutschland gewinnt das Duell“ wird nach Ende der entscheidenden Partie abgerechnet. Eine Wette auf eine einzelne Partie (z. B. „Zverev gewinnt das erste Einzel“), die wegen des vorzeitigen Siegs nicht mehr stattfindet, wird in der Regel mit Quote 1,00 abgerechnet – als nicht stattgefundenes Ereignis. Das steht in den AGB des Anbieters und sollte vor Abgabe geprüft werden.

Was ein Bonus beim Anbieterwechsel konkret kostet – und was nicht

Ein „100 %-Bonus“ meint in der Werbung: Der Anbieter verdoppelt die erste Einzahlung bis zu einer Obergrenze. Was er tatsächlich kostet, steht in den Umsatzbedingungen – und die lesen sich anders als die Werbung. Drei Begriffe entscheiden, was ein Bonus wert ist: die Umsatzbedingung (Wagering Factor), die Bemessungsgrundlage (Bonus allein oder Bonus plus Einzahlung) und die Mindestquote.

Wenn ein Anbieter den Bonus auf das 5-fache des Bonus-Betrags umsetzen lässt, entspricht das bei einem 100 €-Bonus 500 € erforderlichem Umsatz. Bei einem durchschnittlichen Einsatz von 10 € pro Wette sind das 50 Wetten, die zudem einzeln die Mindestquote erfüllen müssen – bei den meisten Anbietern 1,80 bis 2,00. Wer unter der Mindestquote wettet, zählt den Einsatz nicht zum Umsatz. Wer vor Ablauf der Frist auszahlt, verliert den Bonus und manchmal die damit erzielten Gewinne.

Die Bonusbedingung steht im Kleingedruckten – und nur dort. Wer auf den Davis Cup wettet und parallel einen Bonus umsetzt, muss prüfen, ob einzelne Märkte ausgeschlossen sind. Viele Anbieter schließen Kombiwetten mit erhöhter Quote, Wetten auf einander widersprechende Ausgänge und bestimmte Live-Märkte von der Umsatzanrechnung aus. Was nicht ausgeschlossen ist, zählt; was ausgeschlossen ist, lässt sich nur im Einzelfall prüfen.

Eine pauschale Aussage „Anbieter X ist besser als Anbieter Y“ lässt sich aus Bonusbedingungen allein nicht ableiten – wer selten einzahlt, schaut auf den maximalen Bonus; wer häufig wettet, schaut auf die Umsatzfaktor-Mindestquote-Kombination und auf den maximalen Auszahlungsbetrag aus Bonusgewinnen. Beide Maße sind oft versteckt.

Live-Wetten auf Tennis in Deutschland: was erlaubt ist und was nicht

§ 21 Abs. 4 GlüStV lässt Live-Wetten während eines laufenden Ereignisses nur auf den Ausgang oder auf Komponenten zu, die in dieser Sportart seltene Ereignisse sind. Für Tennis heißt das: Wetten auf den nächsten Satz sind erlaubt, Wetten auf den nächsten Punkt nicht. Der nächste Punkt im Tennis ist nach Lesart der GGL kein „seltenes Ereignis“ – er findet binnen Sekunden statt – und ist deshalb als Live-Wettkomponente ausgeschlossen.

Was im Wettprogramm eines erlaubten deutschen Anbieters an Live-Märkten auftaucht, beschränkt sich daher auf: nächsten Satz, Sieger des laufenden Satzes, Tiebreak ja/nein, Match-Resultat nach Sätzen, Handicap auf das Gesamtmatch, gesamter Spielausgang. Cash-out bieten viele Anbieter als eigene Funktion an; es gibt keine GGL-Regel dazu, die Funktion ist nur ein operativer Mechanismus des jeweiligen Anbieters. Wer live auf den nächsten Punkt wetten will, ist bei einem deutschen Anbieter falsch und sollte sich keine Lizenz-Lücke ausmalen – wer ohne deutsche Erlaubnis spielt, ist im Sinne des GlüStV illegal, auch wenn das Werbeversprechen verlockender klingt.

> Wer den Davis Cup 2026 live verfolgt und parallel bei einem lizenzierten Anbieter wettet, kann auf den nächsten Satz, den Ausgang des Satzes und das Spielergebnis setzen. Mehr ist in Deutschland nicht erlaubt.

Vergleich der zehn Anbieter mit deutscher Sportwetten-Erlaubnis

Die folgende Tabelle listet ausschließlich Anbieter mit deutscher Sportwetten-Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 GlüStV, Stand der Whitelist 2. Oktober 2026. Der Status bezieht sich auf die Domain, unter der die Wette abgegeben wird – eine .de-Domain, die nicht in der Whitelist steht, ist nicht erlaubt, auch wenn sie denselben Markennamen trägt wie ein gelistetes Schwesterunternehmen. Das Datum der Ersterlaubnis markiert den frühesten Zeitpunkt, ab dem der Anbieter in Deutschland legal Wetten anbieten durfte; die Folgeerlaubnis verlängert den Betrieb unter dem aktuellen Rechtsrahmen, ein Auslaufdatum trägt die Whitelist nicht. Auszahlungsquoten und Bonushöhen sind nicht Gegenstand der Whitelist und werden hier nicht aufgeführt – sie schwanken je nach Markt, Marke und Wettbewerbsphase und sind, wenn überhaupt, nur am Tag des Quotenvergleichs belastbar.

Marke Whitelist-Status Inhaber der Erlaubnis Sportwetten-Erlaubnis seit
Tipwin erlaubt Tipwin Limited 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 27.12.2022, 09.01.2024)
bwin erlaubt bwin (Deutschland) Limited 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 23.12.2022)
bet-at-home erlaubt Bet-at-home.com Internet Limited 02.11.2020 (Folgeerlaubnis 22.12.2022)
888sport erlaubt 888 Germany Limited 30.06.2021 (Folgeerlaubnis 15.12.2022)
Betano erlaubt Betkick Sportsbetting Limited 19.02.2021 (Folgeerlaubnis 16.12.2022)
ODDSET erlaubt ODDSET Sportwetten GmbH 18.11.2020 (Folgeerlaubnis 15.12.2022)
NEO.bet erlaubt Greenvest Betting Limited 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 22.12.2022)
Betway erlaubt Betway Limited 09.03.2021 (Folgeerlaubnis 23.12.2022)
Tipico erlaubt Tipico Co. Limited 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 09.12.2022)
LeoVegas erlaubt LVSports Limited 21.10.2024

Die Spalte zur Erlaubnis-Art ist hier absichtlich nicht ausgefüllt: Alle zehn Inhaber haben ausschließlich die deutsche Sportwetten-Erlaubnis; was im Kleingedruckten zu Casino, Slots oder Poker steht, sagt nichts über das Sportwettenangebot und gehört darum nicht hierher.

Was die Erlaubnisdate für Wetten auf den Davis Cup bedeutet

Die Tatsache, dass alle zehn Anbieter auf der Whitelist stehen, bedeutet: Jeder dieser Anbieter darf Wetten auf den Davis Cup 2026 anbieten, mit den Beschränkungen, die der GlüStV setzt. Ein Anbieter, der nicht in der Whitelist steht, darf es in Deutschland nicht – unabhängig davon, ob er in Malta, Curaçao oder Anjouan lizenziert ist. Wer einen im Ausland niedergelassenen Anbieter nutzt, hat keinen Zugang zu OASIS, LUGAS, dem Panikbutton oder der insolvenzgeschützten Treuhandverwaltung seines Guthabens. Das 1.000-€-Monatslimit greift dort ebenfalls nicht, was auf den ersten Blick großzügig klingt – bei einem Totalverlust von 5.000 € ohne Verbraucherschutz ist der zweite Blick ungemütlicher.

Die Whitelist ist eine Momentaufnahme; wer dort steht, ist heute legal. Morgen kann sich das ändern. Wer Wert auf dauerhafte Sicherheit legt, prüft die Liste vor jeder neuen Anmeldung.

Anbieter im Einzelnen

Was hier steht, sind die belegten Merkmale der zehn gelisteten Anbieter – Lizenz, Inhaber, Erlaubnis-Daten, ergänzende Merkmale wie Sportwettensteuer-Regelung, Bonusbedingungen und Zahlungswege, soweit sie aus den AGB der jeweiligen Domain ablesbar sind. Marketing-Versprechen wie „die besten Quoten“ sind hier nachzulesen, nicht nachzuprüfen; eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus dem Zeitraum 1. April bis 30. August 2025, die Winamax zum Anlass nimmt, „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“ zu bewerben, traf 45 % der untersuchten Quoten – ein gutes Ergebnis, das keine Garantie für einen konkreten Davis-Cup-Markt im November 2026 ist. Eine pauschale Aussage „dieser Anbieter hat die besten Quoten“ sucht der Vergleich hier nicht; was er sucht, ist die Frage, welcher Anbieter für welchen Spielertyp die wenigsten Reibungen bereithält.

Tipwin

Lizenz: GGL-Whitelist – Sportwetten-Erlaubnis für Tipwin, Inhaber Tipwin Limited, Ersterlaubnis 09.10.2020, Folgeerlaubnis 27.12.2022, 09.01.2024. Tipwin ist bis 31. Dezember 2026 Premium Partner des Deutschen Basketball Bundes – ein Sponsoring, das nichts über das Davis-Cup-Wettprogramm aussagt, aber einen Hinweis auf das Sponsoring-Portfolio des Anbieters gibt. Wo die Stärken liegen: Tipwin ist im deutschen Markt gut sichtbar unterwegs, die Whitelist-Erlaubnis wurde früh erteilt und hat zwei Folgeerlaubnisse. Für wen es passt: Spielerinnen und Spieler, die auf einen Anbieter mit deutscher Verwurzelung setzen.

Was die Reibung kostet: Wer auf den Davis Cup wettet, sollte prüfen, ob Tipwin den Wettbewerb im Wettprogramm hat – die Seite listet Tennis, eine Quotenstichprobe hilft.

bwin

Lizenz: GGL-Whitelist – Sportwetten-Erlaubnis für bwin, Inhaber bwin (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira, Malta, Ersterlaubnis 09.10.2020, Folgeerlaubnis 23.12.2022. bwin ist eine der bekanntesten europäischen Wettmarken und gehört zu einem börsennotierten Konzern. Stärken: breite Wettprogramm-Abdeckung, Live-Quoten auf Tennismärkte während eines Spiels, eigene Cash-out-Funktion. Für wen es passt: wer einen etablierten Anbieter mit breitem Tennis-Angebot sucht und nicht zwingend auf ein bestimmtes Bonusmodell angewiesen ist.

Was die Reibung kostet: das Sportwettensteuer-Modell – bwin verfährt intern so, dass die Steuer vom Gewinn abgezogen wird, was bei Gewinn wetten die effektive Auszahlung reduziert. Vor Wettabgabe prüfen.

bet-at-home

Lizenz: GGL-Whitelist – Sportwetten-Erlaubnis für bet-at-home, Inhaber Bet-at-home.com Internet Limited, Ersterlaubnis 02.11.2020, Folgeerlaubnis 22.12.2022. Außerdem Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit 28.12.2022. Stärken: klar abgegrenztes Sportwetten-Angebot, einfach zu überblickende Benutzeroberfläche, lange Erlaubnishistorie in Deutschland. Für wen es passt: Spielerinnen und Spieler, die eine reduzierte Auswahl schätzen und Tenniswetten als Teil ihres Wochenprogramms platzieren.

Was die Reibung kostet: bei sehr breit gefächerten Live-Märkten kann bet-at-home im Vergleich zu Anbietern wie bwin oder Betano dünner ausfallen. Vor Wettabgabe prüfen, ob der Markt für die gewünschte Begegnung verfügbar ist.

888sport

Lizenz: GGL-Whitelist – Sportwetten-Erlaubnis für 888sport, Inhaber 888 Germany Limited, Ersterlaubnis 30.06.2021, Folgeerlaubnis 15.12.2022. Die Muttergesellschaft 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar ist seit September 2005 an der Londoner Börse notiert. Stärken: die Eigenständigkeit der Marke innerhalb einer börsennotierten Gruppe, international etablierte Sportwetten-Plattform. Für wen es passt: wer Anbieter mit klarer Konzernstruktur sucht und auf einen internationalen Marktauftritt Wert legt.

Was die Reibung kostet: das Sportwettensteuer-Modell und das Bonusprogramm unterscheiden sich von Mitbewerbern; vor Wettabgabe prüfen, ob Live-Wetten auf den Davis Cup im Programm sind.

Betano

Lizenz: GGL-Whitelist – Sportwetten-Erlaubnis für Betano, Inhaber Betkick Sportsbetting Limited, Ersterlaubnis 19.02.2021, Folgeerlaubnis 16.12.2022. Die App „Betano Sportwetten und Slots“ wird im Apple App Store von der KAIZEN GAMING INTERNATIONAL LIMITED angeboten; die App-Beschreibung nennt Bet Builder (mehrere Märkte eines Spiels kombinieren), Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL. Stärken: eigenes Live-Streaming-Angebot, das Tennis-Grand-Slams abdeckt; damit ist eine Parallele zum Davis Cup plausibel, aber keine Bestätigung – die konkrete Streaming-Verfügbarkeit für den Davis Cup ist am Spieltag zu prüfen. Für wen es passt: wer Live-Streaming im eigenen Konto schätzt und einen Anbieter mit internationalem Hintergrund sucht.

Was die Reibung kostet: das Live-Streaming-Angebot ist an Kontostatus und Geolokation gebunden. Wer sich darauf verlässt, sollte vor Turnierbeginn prüfen, ob der Davis Cup 2026 tatsächlich im übertragenen Programm auftaucht.

ODDSET

Lizenz: GGL-Whitelist – Sportwetten-Erlaubnis für ODDSET, Inhaber ODDSET Sportwetten GmbH, Ersterlaubnis vom Regierungspräsidium Darmstadt 18.11.2020, Folgeerlaubnis 15.12.2022. Die Aufsichtsbehörde ist die GGL in Halle (Saale). Stärken: ODDSET ist die deutsche Traditionsmarke der Sportwette, die schon vor 2021 in stationären Annahmestellen aktiv war. Für wen es passt: wer einen klassischen deutschen Anbieter sucht und das analoge Wetten aus der Annahmestelle kennt.

Was die Reibung kostet: das Online-Angebot ist schmaler als bei internationalen Marken, vor allem bei Live-Wetten und Sondermärkten. Wer viele Märkte gleichzeitig vergleicht, hat hier weniger Auswahl.

NEO.bet

Lizenz: GGL-Whitelist – Sportwetten-Erlaubnis für NEO.bet, Inhaber Greenvest Betting Limited, Ersterlaubnis 09.10.2020, Folgeerlaubnis 22.12.2022. Stärken: NEO.bet ist im deutschen Markt verankert und auf deutsche Zahlungswege und Supportzeiten ausgerichtet. Für wen es passt: wer einen Anbieter mit klarem Deutschland-Fokus sucht und keine zusätzlichen Streaming- oder Casino-Angebote braucht.

Was die Reibung kostet: das Wettprogramm bei Spezialmärkten – etwa Handicap auf Doppel-Begegnungen im Davis Cup – kann dünner ausfallen als bei großen Marken.

Betway

Lizenz: GGL-Whitelist – Sportwetten-Erlaubnis für Betway, Inhaber Betway Limited, Ersterlaubnis 09.03.2021, Folgeerlaubnis 23.12.2022. Die App nennt einen Cash-out-Mechanismus mit Anzeige unter „Meine Wetten“, ganze oder teilweise Auszahlung; dazu einen Wettkonfigurator für Fußballspiele namens Konfigurator+, der Auswahlen aus verschiedenen Partien kombiniert. Stärken: Cash-out und Wettkonfigurator als etablierte Funktionen; was davon konkret auf den Davis Cup anwendbar ist, hängt vom jeweiligen Markt ab. Für wen es passt: wer Cash-out schon vor Wettabgabe kalkuliert und sich einen Konfigurator für mehrere Spiele wünscht.

Was die Reibung kostet: der Wettkonfigurator ist in der App-Beschreibung für Fußballspiele ausgewiesen; eine Übertragung auf Tennis-Mannschaftsduelle wie den Davis Cup ist nicht gesichert. Vor Wettabgabe prüfen.

Tipico

Lizenz: GGL-Whitelist – Sportwetten-Erlaubnis für Tipico, Inhaber Tipico Co. Limited, Ersterlaubnis 09.10.2020, Folgeerlaubnis 09.12.2022. Die App „Tipico Sportwetten App“ wird im Apple App Store vom Entwickler Tipico B2B Ltd angeboten; die Beschreibung nennt „Tipico Cashout“ als Kontrolle über den Wettschein und Live-Wetten auch während des Fußballspiels. Stärken: Tipico ist eine der sichtbarsten Marken im deutschen Sportwettenmarkt und häufig mit Fußball- und Sport-Sponsoring verbunden. Für wen es passt: wer einen Marktführer in Deutschland sucht und sich an einer bekannten Oberfläche orientiert.

Was die Reibung kostet: der laufende EuGH-Prozess zu Tipico ist eine Erinnerung daran, dass ein Anbieter mit deutscher Erlaubnis heute und die Erstattungspflicht aus früheren Jahren eine offene Frage sind – für die eigenen Wetten nach 2022 ist das rechtlich folgenlos; für die Einordnung der Marke ist es nicht egal. Vor Wettabgabe prüfen, ob das aktuelle Bonusmodell zur eigenen Spielweise passt.

LeoVegas

Lizenz: GGL-Whitelist – Sportwetten-Erlaubnis für LeoVegas, Inhaber LVSports Limited, Ersterlaubnis 21.10.2024. Die Casino- und Slots-Erlaubnis der LVSports Limited besteht seit 27.02.2023 und ist als virtuelle Automatenspiele-Erlaubnis auf der Whitelist geführt – sie betrifft das Casino-Angebot und sagt nichts über das Sportwetten-Angebot aus. Stärken: die Erlaubnis ist die jüngste im Vergleichsfeld und damit am kürzesten unter Beobachtung; ein klarer Vorteil gegenüber länger etablierten Anbietern liegt darin nicht, eine kürzere Erlaubnishistorie eher im Nachteil, weil weniger Vergleichsdaten vorliegen. Für wen es passt: wer einen zweiten oder dritten Account bei einem weiteren erlaubten Anbieter sucht – das ist nach § 6h GlüStV ohnehin nur einmal pro Anbieter erlaubt; ein zweiter Anbieter kann den Vergleich der Quoten erweitern.

Was die Reibung kostet: eine kurze Erlaubnishistorie bedeutet weniger Daten zu Live-Stabilität, Cash-out-Verfügbarkeit und Bonusumgang. Wer nicht mehrere Anbieter gleichzeitig nutzen will, hat hier am wenigsten Vergleichsreserven.

> Wer keinen Anbieter in dieser Liste nutzt und trotzdem Sportwetten abschließen will, sollte sich nicht auf das Werbeversprechen verlassen – die GGL warnt ausdrücklich vor illegalen Angeboten.

Wie viel Prozent der Anbieter am Markt verdient – und wie das in der Quote steckt

Eine Auszahlungsquote von 95 % auf einem Zwei-Wege-Markt mit beiden Quoten 1,90 heißt: Der Buchmacher behält 5 % des Gesamtumsatzes auf diesem Markt. Auf eine 10-€-Wette mit Quote 1,90 zahlt er 19 € aus, gewinnt also 9 € – was 9/10 = 90 % dieser Einzelwette entspricht, nicht 5 %. Die 5 % sind der Durchschnitt; der Buchmacher gewinnt an Verlust-Wetten den vollen Einsatz. Genau darin liegt das Geschäftsmodell.

Auf einem engen Länderduell, bei dem die Wettenden sich überwiegend auf den Favoriten konzentrieren, kalkulieren Buchmacher mit höherer Marge als auf einem Markt, der arbitrage-empfindlich ist. Drei-Wege-Märkte (Heim/Draw/Auswärts beim Fußball) tragen eine andere Marge als Zwei-Wege-Märkte; asiatische Handicap-Linien liegen näher am Quotenniveau von 1,90 / 1,90 als klassische 1X2-Märkte. Für den Davis Cup, dessen Märkte überwiegend Zwei-Wege sind (Sieg Mann A / Sieg Mann B), liegen die Margen in der Regel zwischen 4 und 8 %, abhängig von Wettbewerbsphase und Begegnung. Genaue Werte pro Anbieter sind nicht öffentlich; stichprobenartig ist die Bandbreite plausibel.

Eine pauschale Aussage „Anbieter X ist am günstigsten“ trägt darum nicht über die Tagesform hinaus. Für einen konkreten Davis-Cup-Markt lohnt der Quotenvergleich am Morgen des Spieltags – und der Wechsel zu dem Anbieter, der bei dieser Begegnung die höchste Quote auf den intendierten Ausgang hat.

Häufige Fragen

Wann läuft der Davis Cup 2026, und welche Länder sind für das Final 8 qualifiziert?

Der Davis Cup 2026 läuft vom 5. Februar bis 29. November 2026 als 114. Ausgabe des Mannschaftswettbewerbs. Die 1. Qualifikationsrunde fand vom 5. bis 8. Februar 2026 statt, die 2. Qualifikationsrunde vom 18. bis 20. September 2026. Für das Final 8 sind Spanien, Deutschland, Großbritannien, Österreich, Südkorea, Tschechien, Kanada und Italien qualifiziert; Italien ist als Titelverteidiger automatisch Gastgeber in Bologna.

Wie wird eine Wette auf den Ausgang eines Länderduells abgerechnet, wenn die Entscheidung bereits gefallen ist?

Eine Wette auf den Gesamtausgang eines Länderduells wird nach Ende der entscheidenden Partie abgerechnet. Wetten auf einzelne Partien, die wegen des vorzeitigen Siegs nicht mehr ausgetragen werden, werden in der Regel mit Quote 1,00 abgerechnet, weil das Ereignis als „nicht stattgefunden“ gilt. Die genaue Regelung steht in den AGB des Anbieters und sollte vor Wettabgabe geprüft werden.

Woran ist erkennbar, ob ein Wettanbieter für Davis-Cup-Wetten in Deutschland erlaubt ist?

Ein Wettanbieter ist erlaubt, wenn seine Domain – nicht nur sein Markenname – auf der amtlichen Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) geführt wird. Eine .de-Domain oder eine Lizenz in Malta, Curaçao oder Anjouan begründet kein Recht, in Deutschland Sportwetten zu vermitteln. Die Whitelist ist unter glücksspiel-behoerde.de abrufbar, die letzte hier berücksichtigte Momentaufnahme ist der 2. Oktober 2026.

Welche Live-Wetten sind bei Tennis in Deutschland erlaubt, und warum sind Wetten auf den nächsten Punkt ausgeschlossen?

Erlaubt sind Live-Wetten auf den Ausgang eines Spiels sowie auf Komponenten, die in dieser Sportart seltene Ereignisse sind – etwa den nächsten Satz. Der nächste Punkt im Tennis findet binnen Sekunden statt und gilt nicht als seltenes Ereignis, weshalb Wetten darauf nach § 21 Abs. 4 GlüStV ausgeschlossen sind.

Was bedeutet die Marge des Buchmachers, wenn Quoten bei Länderduellen verglichen werden, und wie wirkt die Sportwettensteuer von 5,3 %?

Die Marge ist der Anteil jedes Einsatz-Euros, den der Anbieter im Durchschnitt behält – die Differenz zwischen 100 % und der Auszahlungsquote. Beispiel: Bei Quoten 1,90 / 1,90 auf einem Zwei-Wege-Markt beträgt die Auszahlungsquote 95 %, die Marge 5 %. Die Sportwettensteuer von 5,3 % wird vom Veranstalter auf den Einsatz „abzüglich der Steuer selbst“ berechnet, was rund 5,03 % des eingezahlten Betrags entspricht; ob und wie der Anbieter sie an die Spielenden weitergibt, ist seine Entscheidung.

Was unterscheidet beim Anbietervergleich Mindestquote und Umsatzbedingungen eines Bonus von der Höhe der Bonussumme?

Die Bonussumme ist die maximale Gutschrift; die Umsatzbedingung legt fest, wie oft der Bonus umgesetzt werden muss, bevor eine Auszahlung möglich ist; die Mindestquote bestimmt, welche Einzelwetten für den Umsatz zählen. Ein hoher Bonus mit hoher Umsatzbedingung und niedriger Mindestquote kann weniger wert sein als ein niedrigerer Bonus mit niedriger Umsatzbedingung, weil Letzterer schneller auszahlbar ist – beide Seiten sollten vor Inanspruchnahme verglichen werden.

Inhalt erstellt vom Team «Wett App Info»