Wer zeigt die Tour de France im Wettschein?

Updated Oktober 2026
Licensed
usAvailable in US
Fast payouts
18+ Only
Want more predictions?
Join our Telegram channel
Join

Wer auf die Frankreich-Rundfahrt setzen will, sucht keinen Sport, sondern einen Anbieter. Der Kandidat steht im Wettschein, die Auswahl liegt im Programm – und der Rahmen, in dem das überhaupt stattfinden darf, ist in Deutschland eng.

Eine leere Landstraße schlängelt sich im Morgenlicht durch einen Gebirgspass, am Straßenrand liegt ein einzelnes Rennrad im Gras.
Die Tour de France 2026 fand vom 4. bis 26. Juli 2026 mit Start in Barcelona und Ziel in Paris statt und umfasste 21 Etappen über insgesamt 3.245 km.

Stand: 20. Oktober 2026 · geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (Stand 02.10.2026).

Rechtslage: Wer in Deutschland überhaupt Tour de France Wetten annehmen darf

Die Tour de France ist ein Sportereignis wie jedes andere, soweit es das Rennformat betrifft – und doch eine Sonderfrage, wo es um die Erlaubnis geht. Wer in Deutschland Sportwetten im Internet anbietet, braucht eine deutsche Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 des Glücksspielstaatsvertrags 2021. Erteilt und überwacht wird sie von der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder, kurz GGL, mit Sitz in Halle (Saale). Die Aufsicht führt eine eigene Liste, die sogenannte Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV. Sie ist die einzige amtliche Quelle, an der sich prüfen lässt, ob ein Anbieter in Deutschland legal Sportwetten vermitteln darf.

Ein Schlüssel und ein Vorhängeschloss liegen auf einer Holzbank, im Hintergrund eine verschwommene Altstadtgasse.
Für bet365 führt die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Zum Stand 02.10.2026 weist die Whitelist 27 Inhaber einer Sportwetten-Erlaubnis aus, von denen zwei zusätzlich Pferdewetten anbieten dürfen. Eine .de-Domain genügt nicht: Eine Domain allein beweist nichts, denn Whitelist-Eintrag und Domainsuffix sind zwei verschiedene Dinge. Wer auf der Whitelist steht, darf das tun, was die Erlaubnis umfasst – und das ist für jeden Eintrag gesondert einzusehen, denn Wettprogramm und Spielform unterscheiden sich von Anbieter zu Anbieter.

Die erstmalige Erlaubnis läuft nach § 4c Abs. 1 GlüStV fünf Jahre, danach ist eine Folgeerlaubnis nötig. Die Whitelist nennt nur das Datum der Erteilung, kein Enddatum; ein dort gelisteter Anbieter ist erlaubt, bis die Liste ihn streicht. Nur die Domain, die unter der Sporthwetten-Erlaubnis geführt ist, darf Sportwetten annehmen – andere Domains desselben Inhabers (Slots, Poker, Casino) fallen unter andere Erlaubnisse mit anderen Regeln.

Was gewettet werden darf, ist im § 21 GlüStV abschließend geregelt: Fixed-Odds-Wetten auf den Ausgang eines Sportereignisses oder eines Teils davon, einzeln oder in Kombination. Live-Wetten sind nach § 21 Abs. 4 nur während eines laufenden Ereignisses erlaubt, und auch dann nur auf das Endergebnis oder auf „das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Spielsituation“ in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Nächstes Tor im Fußball ja, nächster Satz im Tennis ja. Nächster Punkt im Tennis und nächster Korb im Basketball nein. Verboten sind Wetten auf Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren – in der GGL-Praxis zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich – sowie manipulationsanfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung. Virtuelle Sportwetten sind nicht geregelt; über Esport stellt die GGL fest, dass Wetten darauf nicht möglich sind, da Esport nicht als Sport anerkannt wird.

Die Aufsichtsbehörde kann Verbotsverfügungen erlassen, Zahlungs- und Netzwerk-Blockaden anordnen und Bußgelder verhängen. Verstöße gegen das Verbot, ohne Erlaubnis in Deutschland zu vermitteln, sind nach § 4 Abs. 1 GlüStV unerlaubtes Glücksspiel. Eine Curaçao-, Anjouan- oder Malta-Lizenz hat in Deutschland keine rechtliche Wirkung, und die GGL warnt Verbraucherinnen und Verbraucher in Pressemitteilungen regelmäßig vor illegalen Angeboten – so am 17. September 2026 ausdrücklich vor Angeboten „wie etwa Platincasino“.

Eine zivilrechtliche Frage geht derzeit durch die Instanzen: Der Bundesgerichtshof hat am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) dem Europäischen Gerichtshof vorgelegt, ob die europäische Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Verträgen mit nicht erlaubten Anbietern entgegensteht; der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € aus Verlusten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt des EuGH hat in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 in der Rechtssache C-530/24 (Tipico) grundsätzlich für möglich gehalten, unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten – mit Ausnahme, wenn Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Beide Verfahrensschritte entscheiden die Frage bislang nicht; ein Erstattungsanspruch lässt sich aus dem laufenden Verfahren weder ableiten noch ausschließen.

Steuerlich liegt die Wettsteuer nach §§ 16 ff. RennwLottG bei 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ – das sind rund 5,03 % des eingezahlten Betrags (5,3 / 105,3). Schuldner ist der Veranstalter, nicht der Spielende (§ 19 RennwLottG). Ob und wie der Anbieter die Steuer an den Kunden weitergibt, ist seine eigene Entscheidung; sie ergibt sich allein aus seinen Geschäftsbedingungen. Gewinne privater Spielender sind ertragsteuerlich nicht abschließend geregelt – die Auskunft eines Steuerberaters ersetzt hier keine pauschale Aussage. Wer Wettsteuer zahlt, beweist damit keine Erlaubnis: Die Steuer greift auch bei unlizenzierten Anbietern.

Spielerschutz: Was das dreiwöchige Rennen an Schutzmechanismen verlangt

Eine Tour dauert 21 Etappen und rund drei Wochen. Drei Wochen, in denen ein Wettkonto live gehen kann, wenn nicht greift, was das deutsche Recht dafür eingebaut hat.

Ein Rennradlenker mit Bremshebeln im Nahbild, im Hintergrund unscharf eine sommerliche Hügellandschaft.
Die Tour de France wurde von der Sportzeitung „L’Auto“ gegründet; die erste Austragung begann am 1. Juli 1903 mit 60 Fahrern.

Teilnehmen darf nur, wer volljährig ist (§ 4 Abs. 3 GlüStV). Pro Anbieter ist ein Konto mit vollständiger Verifizierung vorgesehen (§ 6a); vor der Verifizierung darf ein Anbieter das Spielen für höchstens 72 Stunden mit einem 100-€-Limit und ohne Auszahlung erlauben. Ein zentrales Einzahlungslimit greift nach § 6c Abs. 1: 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg, technisch durchgesetzt über die Limitdatei der zentralen Behörde. Anbieter dürfen für einzelne Kundinnen und Kunden ein höheres Limit setzen, bis 10.000 €, in einem schmalen Korridor bis 30.000 € für höchstens 1 % ihrer aktiven Spielenden – nur mit nachgewiesener wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit. Eine Selbsterklärung reicht nicht. Eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach sieben Tagen.

Die Aktivitätsdatei verbietet nach § 6h Parallelspiel: Wer in einem Anbieter gesperrt oder gesperrt werden muss, darf zur selben Zeit nirgendwo sonst spielen. OASIS, das Spielersperrsystem nach §§ 8, 8a, ist die zentrale Sperrdatei, die bei Registrierung und Login abgefragt wird. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn die Person eine Frist benennt – sonst mindestens ein Jahr. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus. Beide Mechaniken wirken nur gegenüber Anbietern, die an die Limitdatei und an OASIS angeschlossen sind – genau die Anbieter, die auf der Whitelist stehen.

Zahlungen gehen nur über ein Zahlungskonto im eigenen Namen bei einem Geldwäschegesetz-pflichtigen Institut; anonyme Zahlungsmittel sind nicht zugelassen (§ 6b Abs. 4). Kryptowährungen und anonyme Prepaid-Lösungen kommen damit durch dieses Tor nicht durch. Spielerguthaben liegt auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen gebührenfrei ausgezahlt (§ 6b Abs. 6-7).

Anlaufstellen für Spielende mit Problemen finden sich bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und über die kostenlose Telefonberatung 0800 1 37 27 00. Wer seine Werbe- und Bonusflut mit Werbeschaltungen in Schach halten will, kann das über die Werbefilter der Browser-Anbieter oder über zentrale Sperrdateien wie die Bundesweite Sperrdatei für Glücksspielwerbung tun. Werbung für Sportwetten unterliegt eigenen Regeln – Werbung während der Live-Übertragung desselben Ereignisses ist verboten, ebenso Werbung mit aktiven Sportlerinnen und Sportlern sowie eine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz (§ 5 Abs. 3, 6 GlüStV).

Bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis greift all das nicht: weder OASIS noch LUGAS, keine eigene Kontrolle, keine deutsche Beschwerdestelle. Das 1.000-€-Standardlimit gilt nur im erlaubten Markt; wer höhere Limits sucht, findet sie leicht – und ohne den Schutz, der in Deutschland daran hängt.

Wettarten und Quoten: Was die Tour de France im Wettschein führt

Die Tour de France ist keine Liga mit Spielplan, sondern eine Rundfahrt mit Etappen, Wertungen und Fahrern, die über drei Wochen gegeneinander fahren. Daraus ergeben sich die Wettmärkte, und sie sehen anders aus als im Fußball.

Gesamtsieger-Wetten sind die Königsdisziplin: Wer nach Addition aller Einzelzeiten die Rundfahrt gewinnt, gewinnt die Wette. Die Quoten werden Monate im Voraus gestellt und sind ein Buch über die Erwartung an einen Fahrer über 21 Etappen. Bei einer Rundfahrt mit 18 Pflicht-WorldTeams à 8 Fahrern ist das Hauptfeld breit genug, dass auch Außenseiter über Zeitverluste von Mitfavoriten ins Gesamtklassement rutschen können. Diese Quote trägt die längste Vorlaufzeit und ist bei den meisten Anbietern noch bevor der erste Trainingskilometer gefahren ist, gesetzt.

Etappensieger-Wetten wiederholen sich 21-mal. Jede Etappe bekommt ein eigenes Marktgefüge: Sprinter-Etappen, Bergetappen, Einzelzeitfahren. Der Anbieter öffnet die Märkte in der Regel wenige Tage vor Etappenstart, oft am Vorabend; die Quoten schwanken stärker als bei Mannschaftssportarten, weil die Streckenführung Überraschungen begünstigt.

Wertungs-Wetten betreffen die drei Trikots: das gelbe Trikot für die Gesamtwertung (Gesamtzeit), das grüne Trikot für die Punktewertung (Platzierungen in Etappen und Zwischensprints) und das gepunktete Trikot für die Bergwertung (Punkte an kategorisierten Anstiegen). Hinzu kommt das weiße Trikot für die Nachwuchswertung (Fahrer unter 26 Jahren zur Jahreswende). Wer auf die Trikotwertungen setzt, setzt meistens auf zwei- oder dreiwöchige Konsistenz: Ein Ausreißer kann das Peloton nicht zerlegen, aber ein Sturz, ein Zeitverlust am falschen Tag, eine Erkältung in der dritten Woche.

Duell- und Head-to-Head-Wetten vergleichen zwei Fahrer direkt: Wer schneller ins Ziel kommt, gewinnt. Diese Märkte sind liquider, weil das Ergebnis binär ist – keine Addition über drei Wochen, nur ein Tagesvergleich.

Kombinationswetten verbinden zwei oder mehr Auswahlen miteinander; die Quoten multiplizieren sich. Eine Etappensieger-Wette kombiniert mit einer Gesamtsieger-Wette ist auf dem Papier eine hohe Quote, bezahlt aber damit, dass bereits ein Ausfall des ersten Fahrers die gesamte Wette kippt.

Für alle gilt: Die Quote ist ein Mittel, kein Versprechen. Hinter jeder Quote steckt eine Marge, die der Anbieter einkalkuliert. Sie lässt sich für einen Zwei-Wege-Markt mit beiden Seiten bei Quote 1,90 direkt ablesen – Auszahlungsanteil = 1 / (1/1,90 + 1/1,90) = 1 / (2/1,90) = 1,90 / 2 = 0,95, also 95 %; Marge = 5 %. Die Faustregel dahinter: zwei gleiche Quoten ergeben zusammen rund 105 %; das Fünf-Prozent-Polster ist das, was der Anbieter pro eingesetztem Euro im Durchschnitt behält – bei jeder Wette, unabhängig davon, wer am Ende gewinnt. Bei Märkten mit drei oder mehr Ausgängen – Etappensieg mit Dutzenden Fahrern im Feld – ist die Marge in der Regel höher, oft zweistellig. Drei-Wege-Märkte tragen mehr Risiko für den Anbieter und entsprechend mehr Sicherheitspuffer für ihn.

Was in den Quoten nicht steht: Die Wettsteuer lastet auf jedem Einsatz. Wer „100 € × Quote 1,90“ rechnet, hat noch nicht die 5,3 %-Steuer subtrahiert, soweit der Anbieter sie auf den Einsatz aufschlägt. Einige Anbieter – Winamax wirbt ausdrücklich damit – ziehen die Steuer nicht vom Kundeneinsatz ab; andere schlagen sie auf. Das senkt den Bruttoeinsatz bei gleicher Netto-Quote.

Etappen, Wertungen und das Rennen selbst: Was die Tour de France 2026 zur Wettvorlage gemacht hat

Die Tour de France wurde 1903 von der Sportzeitung „L’Auto“ gegründet; die erste Austragung begann am 1. Juli 1903 mit 60 Fahrern und einer Streckenlänge von 2.428 km. Die kürzeste Tour in der Geschichte ist die erste. Die längste war 1926 mit 5.745 km. Heute pendelt die Rundfahrt nach der Verkürzung im Nachgang der Dopingkrise von 1998 um die 3.500 km, 21 Etappen über rund drei Wochen. Veranstalter ist seit 1992 die Amaury Sport Organisation. Die Mannschaften bestehen seit 2018 aus acht Fahrern (bis 2017 aus neun); die 18 UCI WorldTeams sind zur Teilnahme verpflichtet. Die Schlussetappe ist seit 1967 immer ein Sonntag.

Die Tour de France 2026 lief vom 4. bis 26. Juli 2026, Start in Barcelona, Ziel in Paris, 21 Etappen über insgesamt 3.245 km. Sie ist ausgefahren. Tadej Pogačar (UAE Team Emirates-XRG) gewann vor Remco Evenepoel (Red Bull-BORA-hansgrohe) und Isaac del Toro (UAE Team Emirates-XRG) – sein fünfter Gesamtsieg nach 2020, 2021, 2024 und 2025, gleichauf mit den fünf Gesamtsiegen von Jacques Anquetil, Eddy Merckx, Bernard Hinault und Miguel Indurain. Mads Pedersen (Lidl-Trek) holte das grüne Trikot der Punktewertung, Richard Carapaz (EF Education-EasyPost) das gepunktete Trikot der Bergwertung.

Wer jetzt auf das Rennen von 2026 setzt, setzt auf einen abgeschlossenen Wettbewerb. Die Wettmärkte sind längst geschlossen; was bleibt, sind Reflexionen über die Quoten von damals. Die nächste Tour folgt im Folgejahr; sie ist nicht hier zu wetten, ihre Strecke ist noch nicht veröffentlicht. Wer sich jetzt orientiert, liest die Tour 2026 als Lehrmaterial: Wo war die Quote auf den Gesamtsieger drei Monate vor dem Grand Départ, wo lag sie eine Woche vorher, wie hat sich der Markt nach den ersten Pyrenäen-Etappen bewegt? Wer das versteht, liest später auch die Märkte für 2027, 2028, 2029 richtig.

Der Spielplan im Radsport ist die Strecke: 21 Etappen mit unterschiedlichen Profilen, einige flach, andere mit zwei oder drei Anstiegen der höchsten Kategorie, ein oder zwei Einzelzeitfahren, eine oder zwei Bergetappen mit Zielankunft am Hang, ein Prolog. Pyrenäen und Alpen wechseln sich ab. Drei Wochen Rennkilometer, in denen die Quoten auf Etappensieger, Gesamtsieger und Trikotwertungen ständig in Bewegung sind.

Für deutsche Wettkunden heißt das: Wer zur Tour wetten will, braucht einen Anbieter, der Radsport im Programm führt, der Etappensieger- und Wertungsmärkte öffnet, der Live-Wetten während der Etappen anbietet – soweit nach § 21 Abs. 4 erlaubt – und dessen Quoten während einer dreiwöchigen Rundfahrt stabil laufen. Welche Anbieter das im Whitelist-bestätigten Rahmen tun, listet der nächste Abschnitt.

Wettanbieter für die Tour de France im Vergleich

Die folgende Übersicht trägt zusammen, was die Whitelist über die hier aufgeführten Anbieter sagt: den Eintrag als Sporthwetten-Erlaubnis, den Permit-Holder, der nach § 9a GlüStV als Veranstalter verantwortlich zeichnet, und das Datum der ersten Erlaubnis. Sie ersetzt nicht den Blick in die Whitelist selbst.

Anbieter GGL-Whitelist-Status und Permit-Holder Sporthwetten-Erlaubnis seit
ODDSET Whitelist-Eintrag Sportwetten, Inhaber Oddset Sportwetten GmbH, RP Darmstadt 18.11.2020
Tiptorro Whitelist-Eintrag Sportwetten, Inhaber Torro Tec Limited (Malta) 30.06.2021
Winamax Whitelist-Eintrag Sportwetten, Inhaber Winamax (Société anonyme) 29.06.2021
VBet Whitelist-Eintrag Sportwetten, Inhaber SCGO Limited (Malta) 05.12.2023
Sportingbet Whitelist-Eintrag Sportwetten, Inhaber Sportingbet (Deutschland) Limited 09.10.2020
Betano Whitelist-Eintrag Sportwetten, Inhaber Betkick Sportsbetting Limited 19.02.2021
NEO.bet Whitelist-Eintrag Sportwetten, Inhaber Greenvest Betting Limited 09.10.2020
Betway Whitelist-Eintrag Sportwetten, Inhaber Betway Limited 09.03.2021
Bet3000 Whitelist-Eintrag Sportwetten, Inhaber I.B.C. Sportsbetting Limited (Malta) 22.04.2026
Interwetten Whitelist-Eintrag Sportwetten, Inhaber Interwetten Gaming Limited (Malta) 02.11.2020

Die zehn Inhaber decken unterschiedliche Profile ab: einige sind deutsche Marken mit langer Tradition im stationären Geschäft, andere sind internationale Anbieter, die ihre Sporthwetten-Erlaubnis in den vergangenen Jahren erworben oder erneuert haben. Was sie auf dem Bildschirm anbieten, hält mit dem Whitelist-Stand nicht immer Schritt: ein Anbieter kann auf der Whitelist stehen und trotzdem nur einen Teil des Radsport-Programms führen, das ein anderer anbietet.

ODDSET: Die deutsche Marke der staatlichen Erlaubnis

ODDSET ist die Wettmarke, die mit der ersten Welle deutscher Erlaubnisse groß geworden ist. Die ODDSET Sportwetten GmbH erhielt die Erlaubnis für Sportwetten im Internet und im stationären Vertrieb am 15.12.2022 als Folgeerlaubnis zur Ersterlaubnis vom 18.11.2020. Die Aufsicht liegt bei der GGL in Halle. Damit ist ODDSET einer der wenigen Anbieter auf der Whitelist, deren deutscher Markenkern sichtbar bleibt – kein Malta-Sitz, keine Zweigniederlassung im Ausland als Permit-Holder, sondern eine deutsche GmbH.

Was das für Tour-de-France-Wetten heißt: ODDSET führt Radsport im Programm und öffnet Märkte auf Etappensieger, Gesamtsieger und Wertungen. Die Plattform ist nicht so breit aufgestellt wie internationale Buchmacher; das Wettangebot konzentriert sich auf die Kernmärkte. Wer eine Live-Wette auf den nächsten Bergwertungspunkt sucht, muss beim Anbieter nachsehen, ob dieser Markt aktuell offen steht – die Auswahl ist enger als bei Mitbewerbern, die Etappen live in mehreren Dutzend Märkten begleiten.

Verdikt: ODDSET ist die Wahl für Wettkunden, denen die deutsche Trägerschaft wichtiger ist als das breiteste Programm. Die Erlaubnisstruktur ist sauber, die Whitelist-Eintragung gegeben. Wer ein Radsport-Programm mit europäischem Format sucht, schaut weiter.

Tiptorro: Die Tipico-Schwester unter eigenem Namen

Tiptorro tritt nach außen als eigenständige Marke auf, die im App Store von Apple von der Torro Tec Limited mit Sitz in Malta angeboten wird. Die Whitelist führt die Torro Tec Limited als Inhaberin der Sporthwetten-Erlaubnis für Tiptorro, mit Ersterlaubnis vom 30.06.2021 und Folgeerlaubnis vom 27.12.2022. Hinter Tiptorro steht die gleiche Unternehmensgruppe, die auch Tipico trägt.

Für Tour-de-France-Wetten bedeutet das: ein Programm, das auf Fußball und andere Ballsportarten zugeschnitten ist, mit wachsendem Radsport-Angebot. Die Quote auf den Gesamtsieger führt Tiptorro im Programm, Etappensieger-Märkte sind verfügbar; die Tiefe pro Etappe ist geringer als bei reinen Radsport-Spezialisten. Die Live-Wetten sind im Fußball stark, im Radsport weniger granuliert.

Verdikt: Tiptorro ist für Wettkunden, die ohnehin Fußball, Handball und Tennis bei Tipico wetten und die Tour als Nebenprogramm mitnehmen. Wer Tour-Wetten zum Hauptereignis macht, findet mehr Tiefe bei Anbietern mit stärkerem Radsport-Profil.

Winamax: „0 % Wettsteuer“ als Werbeversprechen und was daran messbar ist

Winamax bewirbt seine deutsche Plattform mit „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“. Die zweite Hälfte der Aussage verweist auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus den Bereichen Fußball, Tennis und Handball im Zeitraum vom 01.04.2025 bis 30.08.2025: Demnach lag Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins. Was die Studie misst, ist die Spitzenposition pro Spiel – die höchste angebotene Quote unter einer Reihe von Vergleichsanbietern. Sie sagt nichts darüber, wie hoch der Spread zu den anderen Quoten ausfiel und nichts darüber, wie der Anbieter bei Radsport abschneidet.

Die Whitelist führt Winamax (Société anonyme) als Permit-Holder für Winamax, mit Ersterlaubnis vom 29.06.2021 und Folgeerlaubnis vom 08.12.2022. Die Wettsteuer-Aussage heißt konkret: Winamax zieht die 5,3 % nicht vom Einsatz des Spielenden ab – sie bleiben vollständig als Wetteinsatz stehen, der Anbieter trägt die Steuer selbst. Das verändert das Verhältnis von Einsatz zu erwartetem Verlust: 100 € Einsatz × Quote 1,90 × Marge 5 % ergibt im Erwartungswert denselben Nettogewinn, aber der Bruttoeinsatz ist höher, das Verhältnis von Einsatz zu möglichem Gewinn ungünstiger. Wer auf zwei vergleichbaren Buchmachern vergleicht, muss beide Seiten der Steuerfrage mitrechnen.

Verdikt: Winamax ist die Wahl für Wettkunden, denen der Erhalt des Bruttoeinsatzes wichtig ist und die in einer Quote-für-Quote-Vergleichsstudie bei Ballsportarten vorne liegen wollen. Für Radsport-Spezialisten ohne vergleichbare Studie bleibt das Urteil offen – hier entscheidet das eigene Quotenlesen im aktuellen Wettprogramm.

VBet: International aufgestellt, deutsch lizenziert

VBet ist in Deutschland aktiv; Veranstalter ist die SCGO Limited mit Sitz in St. Julian’s, Malta. Die Sporthwetten-Erlaubnis greift seit dem 05.12.2023 – vergleichsweise spät im Whitelist-Bestand. International ist VBet in mehreren Märkten aktiv und teilt dieses Profil mit anderen Plattformen, die aus Osteuropa und dem Mittelmeerraum nach Deutschland gefunden haben.

Das Radsport-Programm ist solide, ohne dass VBet in dieser Disziplin als Spezialist auftritt. Etappensieger werden quotiert, Trikotwertungen sind im Programm, Live-Wetten folgen dem Standard. Eine Besonderheit liegt in der Casino-Sektion, die VBet parallel betreibt – was innerhalb derselben Unternehmensgruppe erlaubt ist, weil Casino und Sportwetten getrennte Erlaubnisse mit getrennten Regeln tragen.

Verdikt: VBet ist für Wettkunden, die eine Whitelist-Bestätigung mit internationaler Plattformstruktur verbinden wollen. Eine deutsche Besonderheit gegenüber dem Mainstream bringt VBet nicht in den Markt – wer programmatisch Tiefe im Radsport sucht, schaut bei Anbietern mit längerer deutscher Marktpräsenz.

Sportingbet: Breite Abdeckung mit Hinweis auf Radsport-Lücken

Sportingbet ist in Deutschland aktiv, Inhaber ist die Sportingbet (Deutschland) Limited mit Ersterlaubnis vom 09.10.2020 und Folgeerlaubnis vom 21.12.2022. Das Wettprogramm ist breit: Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts, Snooker. Radsport gehört dazu; im Detail bedeutet das: Gesamtsieger-Wetten und Etappensieger-Märkte, gelegentlich Wertungs-Wetten, gelegentlich Live-Wetten auf Etappenereignisse. Die Breite ist da, die Spezialisierung weniger.

Was Sportingbet strukturell hervorhebt, ist der „Konfigurator+“ – eine Erweiterung des klassischen Wettkonfigurators, die Auswahlen aus verschiedenen Begegnungen miteinander kombiniert. Im Fußball lässt sich daraus eine personalisierte Wette bauen; im Radsport ist der Hebel begrenzter, weil die Märkte weniger granular sind.

Verdikt: Sportingbet ist für Wettkunden, die im normalen Sportprogramm unterwegs sind und Tour-Wetten als eine von mehreren Disziplinen mitnehmen. Wer die Rundfahrt als eigenes Wettereignis begleitet, braucht Tiefe, die Sportingbet nicht in derselben Weise liefert wie ein reiner Radsport-Buchmacher.

Betano: Bet Builder als Strukturmerkmal für viele Wetttypen

Betano ist in Deutschland aktiv; die Whitelist führt die Betkick Sportsbetting Limited als Permit-Holder mit Ersterlaubnis vom 19.02.2021 und Folgeerlaubnis vom 16.12.2022. Internationaler Hintergrund ist die Kaizen Gaming Group, eine Plattform, die unter Betano auch in anderen Märkten aktiv ist. Die App-Beschreibung im Apple App Store hebt drei Bausteine hervor: Bet Builder, Cash Out und Live-Streaming – Letzteres unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL.

Radsport ist nicht das prominenteste Streaming-Programm. Was sich für die Tour de France überträgt, ist die Bet-Builder-Mechanik: mehrere Märkte eines Ereignisses oder mehrerer Ereignisse werden zu einer personalisierten Wette kombiniert. Im Radsport bedeutet das, dass sich innerhalb einer Etappe mehrere Positionen oder Vergleiche zu einer Wette bündeln lassen – soweit der Anbieter die granularen Märkte überhaupt anbietet. Cash Out ermöglicht die vorzeitige Auszahlung einer offenen Wette; das ist im Radsport weniger wertvoll als im Fußball, weil Etappen erst nach mehreren Stunden abgeschlossen werden.

Verdikt: Betano ist für Wettkunden, die strukturell auf Bet Builder und Cash Out setzen und beides auch im Radsport suchen. Das Programm existiert; die Frage ist, wie viele Mikromärkte um eine Etappe herum geöffnet werden. Wer den Markt zur Tour im Detail vergleicht, prüft Betano parallel zu Anbietern mit längerer deutscher Radsport-Geschichte.

NEO.bet: Lizenz, aber kein Mainstream-Profil

NEO.bet ist in Deutschland aktiv; die Whitelist führt die Greenvest Betting Limited als Permit-Holder, mit Ersterlaubnis vom 09.10.2020 und Folgeerlaubnis vom 22.12.2022. Die Plattform ist nicht in der gleichen Liga wie die ganz großen Namen, was Sichtbarkeit und Werbepräsenz angeht – und das hat Folgen dafür, wie detailliert das Radsport-Programm ausfällt.

Etappensieger und Gesamtsieger werden quotiert. Wertungs-Wetten und Head-to-Head-Duelle sind nicht in jedem Rennabschnitt verfügbar. Live-Wetten konzentrieren sich auf Hauptmärkte, weniger auf Spezialereignisse am Berg oder im Peloton. Die Whitelist-Erlaubnis steht; wer auf NEO.bet setzt, setzt mit einem Anbieter, der den deutschen Markt formal abdeckt, ohne im Radsport besonders tief aufgestellt zu sein.

Verdikt: NEO.bet ist für Wettkunden, die einen lizenzierten Anbieter mit weniger Mainstream-Aufmerksamkeit suchen und das Tour-Programm nicht als eigenständige Wettkategorie nutzen. Wer Etappenmarkt für Etappenmarkt mit anderen Anbietern vergleicht, wird bei NEO.bet weniger Auswahl finden.

Betway: Cash Out im Fußball, Radsport als Beigabe

Betway ist in Deutschland aktiv, Inhaber ist die Betway Limited mit Ersterlaubnis vom 09.03.2021 und Folgeerlaubnis vom 23.12.2022. Die Cash-Out-Funktion ist das, was Betway im Wettprogramm strukturell hervorhebt: Das grüne Symbol erscheint unter „Meine Wetten“, der Wert wird angezeigt, vollständige oder teilweise Auszahlung ist möglich. Dazu kommt ein Wettkonfigurator für Fußballspiele; der „Konfigurator+“ kombiniert Auswahlen aus verschiedenen Partien.

Die Übertragung aufs Radsport folgt der gleichen Mechanik, weil Cash Out und Konfigurator marktstrukturneutral arbeiten. Was bleibt, ist die Frage der Markttiefe pro Etappe – und die ist im Fußball naturgemäß größer als im Radsport.

Verdikt: Betway ist für Wettkunden, die Cash Out gewohnt sind und es auch auf Etappenpositionen nutzen wollen. Eine eigenständige Radsport-Tiefe trägt die Plattform nicht; wer Tour-Wetten als Hauptprogramm betreibt, schaut bei Anbietern mit größerem Radsport-Profil.

Bet3000: Frischeste Erlaubnis im Markt

Bet3000 ist in Deutschland aktiv, Inhaber ist die I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Sliema, Malta. Die Sporthwetten-Erlaubnis greift seit dem 22.04.2026 – das ist die jüngste Ersterlaubnis unter den hier gelisteten Anbietern. Die Marke ist nicht neu, sie war vorher in anderen Konstellationen im Markt; die deutsche Erlaubnisstruktur ist frisch.

Für das Radsport-Programm bedeutet eine neue Erlaubnis nicht automatisch ein besseres Programm. Was sich aus dem Alter der Erlaubnis ableiten lässt: technische Anbindung an OASIS, LUGAS und die Limitdatei ist zwingend, weil ohne diese Anbindung keine Erlaubnis erteilt wird. Wie sich das im operativen Betrieb darstellt – Verifizierungsdauer, Auszahlungswege, Live-Wetten-Latenz – hängt von der jeweiligen Plattform ab und ist vor der ersten Einzahlung im Konto- und Hilfe-Bereich zu prüfen.

Verdikt: Bet3000 ist für Wettkunden, denen die jüngste Erlaubnis als Qualitätsmerkmal gilt oder die eine bestimmte Markenpräferenz mitbringen. Wer die Plattform zum ersten Mal nutzt, prüft dieselben Punkte wie bei jedem anderen Anbieter: Verifizierungsdauer, Live-Markt-Verfügbarkeit am Etappentag, Auszahlungswege.

Interwetten: Langjährige Erlaubnis, klassisches Programm

Interwetten ist in Deutschland aktiv, die Whitelist führt die Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Sliema, Malta. Ersterlaubnis seit 02.11.2020, Folgeerlaubnis seit 27.12.2022. Interwetten ist auf dem deutschen Markt über zwei Jahrzehnte präsent – der Wiedererkennungswert kommt aus der früheren Vermarktung als österreichischer Anbieter; die deutsche Erlaubnisstruktur ist eigens aufgebaut.

Das Radsport-Programm ist solide: Gesamtsieger, Etappensieger, Wertungs-Wetten, gelegentlich Sondermärkte. Live-Wetten sind im Standardangebot. Eine Besonderheit gegenüber jüngeren Anbietern: Interwetten führt seit langem Handicap- und Spezialmärkte, die Struktur der Quoten ist entsprechend eingespielt.

Verdikt: Interwetten ist für Wettkunden, die einen etablierten Anbieter mit klassischem Programmaufbau suchen. Die Plattform trägt keine bahnbrechende Innovation, aber die Abdeckung dessen, was ein deutscher Wettkunde zur Tour erwartet, ist da – und das Whitelist-Datum signalisiert, dass es seit der ersten Erlaubniswelle 2020 durchgehend eine deutsche Erlaubnis gibt.

Wie eine Marge das Bild der Tour de France Quote verändert

Eine Quote zu lesen, ohne die Marge mitzudenken, ist wie eine Karte zu lesen, ohne den Maßstab zu kennen. Wer beide Seiten eines Marktes bei Quote 1,90 sieht, sieht einen Markt, in dem der Anbieter pro eingesetztem Euro fünf Cent im Durchschnitt behält. Das ist eine moderate Marge für einen Zwei-Wege-Markt; sie liegt am unteren Rand dessen, was Buchmacher im Mainstream-Sport halten.

Die Formel dahinter: Auszahlungsanteil = 1 / (1/Quote₁ + 1/Quote₂ + … + 1/Quoteₙ). Für zwei Seiten bei 1,90 und 1,90 ergibt sich ein Auszahlungsanteil von 1 / (2/1,90) = 0,95; die Marge ist 5 %. Drei-Wege-Märkte – eine Etappensieger-Wette mit zwanzig Fahrern im Feld – liegen darüber. Zehn oder fünfzehn Prozent Marge sind im Radsport keine Seltenheit; bei Märkten mit weit gestreuten Quoten entsprechend mehr.

Eine niedrige Marge heißt nicht automatisch faire Quoten. Sie heißt, dass der Anbieter pro Wette weniger verdient – aber die Wahrscheinlichkeitsschätzung, die in jeder einzelnen Quote steckt, kann trotzdem falsch sein. Das eine ist die Mechanik des Marktes; das andere die Einschätzung der Strecke, der Form und der Tagesverfassung der Fahrer. Wer Quote und Marge trennt, liest den Markt besser; wer Quote und Marge zusammenwirft, sieht eine Zahl, die beides gleichzeitig sagt und beides gleichzeitig verschleiert.

Für Wettkunden heißt das: Bei Märkten mit hoher Marge kosten Kombiwetten überproportional viel Erwartungswert; bei Märkten mit niedriger Marge schlägt die Auszahlung stärker durch, der Spread zwischen Buchmachern wird sichtbarer. Im Radsport, wo Live-Wetten während einer Etappe nur in engen Grenzen erlaubt sind und die Vorlaufzeit für Etappensieger-Wetten oft nur Stunden beträgt, ist das Preislesen ein eigenständiger Teil des Wettens.

Wer passt zu welcher Wettkundin, welcher Wettkunde

Die Frage „Welcher Anbieter ist der beste“ hat keine Antwort, die für jeden gilt. Sie zerfällt in mindestens vier Profile, und jedes Profil landet bei einem anderen Anbieter oder einem anderen Vergleichsraster.

Wer den deutschen Charakter der Erlaubnis über alles andere stellt und mit einem schlankeren Programm zufrieden ist, landet bei ODDSET. Wer eine etablierte Marke mit großer Tradition und klassischem Aufbau sucht, ist bei Interwetten richtig. Wer das Wettsteuer-Versprechen ernst nimmt und in einer Quote-Vergleichsstudie für Ballsportarten vorne liegt, prüft Winamax – und muss für Radsport selbst nachsehen, ob die Quote mithält. Wer auf Cash Out und Bet Builder Wert legt und im Radsport mit weniger Tiefe zufrieden ist, findet Betano und Betway. Wer programmatische Breite über spezifische Tiefe stellt, schaut bei Sportingbet. Wer eine internationale Plattform mit deutscher Erlaubnis bevorzugt, prüft VBet. Wer auf weniger Mainstream-Aufmerksamkeit setzt und das Radsport-Programm nicht als Hauptkategorie nutzt, ist bei NEO.bet. Wer die jüngste Ersterlaubnis als Qualitätssignal liest, findet Bet3000. Wer mit Tipico vertraut ist und Tour-Wetten neben Fußball und Tennis mitnimmt, hat mit Tiptorro einen Wiedererkennungspunkt.

Was alle eint: Sie stehen auf der Whitelist. Wer dort nicht steht, fällt durch dieses Raster durch.

Häufige Fragen zur Tour de France und deutschen Wettanbietern

Auf jeder Plattform, die auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) eine Sporthwetten-Erlaubnis führt. Die Liste zum Stand 02.10.2026 enthält 27 Inhaber solcher Erlaubnisse, von denen die meisten Etappensieger- und Gesamtsieger-Märkte zur Tour de France anbieten. Eine .de-Domain allein ist noch kein Nachweis einer Erlaubnis.

Welche Wettarten werden bei der Tour de France angeboten?

Gesamtsieger-Wetten, Etappensieger-Wetten, Wetten auf die Trikotwertungen (gelb für die Gesamtwertung, grün für die Punktewertung, gepunktet für die Bergwertung, weiß für die Nachwuchswertung), Duell-Wetten zwischen zwei Fahrern sowie Kombinationswetten aus mehreren Auswahlen. Die genaue Markttiefe variiert von Anbieter zu Anbieter und ist vor der Etappe im jeweiligen Wettprogramm zu prüfen.

Wann lief die Tour de France 2026, und kann man darauf noch wetten?

Die Tour de France 2026 lief vom 4. bis 26. Juli 2026 über 21 Etappen und 3.245 km, mit Start in Barcelona und Ziel in Paris. Gewonnen hat Tadej Pogačar (UAE Team Emirates-XRG) vor Remco Evenepoel und Isaac del Toro. Die Wettmärkte für die Rundfahrt sind seit dem Ende der Schlussetappe geschlossen; was bleibt, ist das Quotenstudium als Vorbereitung auf das nächste Rennen.

Welche Livewetten sind während einer laufenden Etappe zulässig?

Nach § 21 Abs. 4 GlüStV sind während eines laufenden Ereignisses nur Wetten auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Spielsituation erlaubt – und nur in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Im Radsport sind Live-Wetten damit stark eingeschränkt; was unter „nächstes Ereignis“ am Berg fällt, hängt von der Auslegung der zuständigen Behörde ab und ist im Einzelfall beim Anbieter zu prüfen.

Wie berechnet sich die Auszahlung einer Wette, und was bedeutet die Marge?

Bei Quote 1,90 und Einsatz 100 € ohne Wettsteuer ist die Bruttoauszahlung 100 € × 1,90 = 190 €; der Nettogewinn sind 90 €. Die Marge ist der Anteil, den der Anbieter im Durchschnitt behält: Bei zwei Seiten bei Quote 1,90 ergibt sich ein Auszahlungsanteil von 95 % und damit eine Marge von 5 %. Bei Märkten mit drei oder mehr Ausgängen ist die Marge höher; kombinierte Wetten multiplizieren die einzelnen Quoten, aber auch die impliziten Margen.

Inhalt erstellt vom Team «Wett App Info»