Wer in Deutschland wetten will, steht vor zehn erlaubten Anbietern – und vielen, die es nicht sind

Updated Oktober 2026
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Stand der Daten: 20. Oktober 2026 · geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 02.10.2026.

Fünf Holzfiguren stehen in einer Reihe auf einem Tisch, die erste Figur ist leicht nach vorn gerückt.
Auf der GGL-Whitelist ist für betway die Betway Limited als Betreiberin geführt, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 09.03.2021 und einer Folgeerlaubnis vom 23.12.2022.

Wer in Deutschland Sportwetten anbietet, braucht eine Erlaubnis nach dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 – und wer sie hat, steht auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. In Deutschland werben zehn Buchmacher mit einer solchen Erlaubnis um Kundinnen und Kunden: von der in Köln verwurzelten Tipwin bis zum internationalen Börsenkonzern 888, von der Oddset-Sportwetten GmbH als deutschem Traditionsprodukt bis zur deutsch-maltestämmigen Tipico Co. Limited. Sie alle nehmen Wetten zu festen Quoten an, rechnen eine Marge ein und zahlen Gewinne nach dem Ende des Ereignisses aus. Was sie unterscheidet, ist die Mischung aus Quoten, Bonusbedingungen, Zahlungswegen, Live-Angebot und App-Bedienung. Dieser Text geht die zehn erlaubten Anbieter dafür Stück für Stück durch.

Die Position, die dieser Text einnimmt, ist klar: Eine Erlaubnis auf der Whitelist ist die Voraussetzung, kein Qualitätsurteil. Innerhalb der erlaubten Anbieter entscheidet das eigene Wettverhalten – ob jemand viele kleine Kombinationen spielt, hohe Live-Quoten sucht, mit PayPal einzahlt oder die App unterwegs öffnen muss – welcher Anbieter wirklich passt.

Was ein Buchmacher ist und was die GGL-Whitelist leistet

Ein Buchmacher nimmt Wetten zu festen Quoten an. Er legt die Quote fest, behält eine Marge ein und zahlt den Gewinn nach dem offiziellen Ende des Ereignisses aus. Wer im engeren deutschen Sprachgebrauch von einem Buchmacher spricht, meint damit heute praktisch jeden Sportwetten-Anbieter – das Glücksspielrecht kennt den Begriff „Buchmacher“ nur für Pferdewetten, das Recht der Sportwetten spricht vom „Veranstalter von Sportwetten“.

Ein leerer Papier-Wettschein und ein Kugelschreiber liegen auf einer Theke aus hellem Holz im Tageslicht.
Die GGL-Whitelist führt für betano die Betkick Sportsbetting Limited mit Sitz in San Giljan, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Seit dem 1. Juli 2021 regelt der Glücksspielstaatsvertrag 2021 das Angebot von Sportwetten im Internet. Die zuständige Aufsichtsbehörde ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle an der Saale. Sie erteilt die Erlaubnis zur Veranstaltung und Vermittlung von Sportwetten im Internet, überwacht die erlaubten Anbieter und kann Bußgelder verhängen. Die Erlaubnis wird für fünf Jahre erteilt; eine Folgeerlaubnis ist möglich.

Die GGL führt eine öffentliche Liste, die sogenannte Whitelist. Sie ist das einzige verlässliche Mittel, um zu prüfen, ob ein Anbieter in Deutschland erlaubt Sportwetten anbieten darf. Eine .de-Domain allein beweist nichts – auch Anbieter ohne deutsche Erlaubnis nutzen Domains, die auf „.de“ enden. Was zählt, ist der Eintrag in der Liste der GGL.

Die Whitelist vom 2. Oktober 2026 führt 30 Einträge mit Sport- oder Pferdewetten-Erlaubnis, 27 davon mit einer Erlaubnis für Sportwetten. Diesen 27 Anbietern gemeinsam ist, dass sie an das OASIS-Spielersperrsystem und das LUGAS-Einzahlungslimit angeschlossen sind, Auszahlungen grundsätzlich auf das Konto des Spielenden vornehmen und Gewinne erst nach dem offiziellen Ende eines Ereignisses auszahlen.

Wer in Deutschland erlaubt Sportwetten anbietet

Nur Anbieter auf dieser Liste dürfen in Deutschland Sportwetten anbieten. Wer ohne Eintrag in die Whitelist hierzulande Wetten annimmt, betreibt unerlaubtes Glücksspiel – und für die Teilnahme gilt: keine deutsche Aufsicht, kein Anschluss an OASIS oder LUGAS, kein deutsches Beschwerdeverfahren. Die GGL hat am 17. September 2026 ausdrücklich vor illegalen Angeboten „wie etwa Platincasino“ gewarnt und in der Mitteilung einen Schlag gegen illegale Anbieter im Milliardenbereich begrüßt.

Ein Smartphone liegt mit dunklem Display auf einem Schreibtisch neben einem Notizbuch und einer Kaffeetasse.
Die GGL warnte am 17. September 2026 ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten „wie etwa Platincasino“.

Auf der Whitelist vom 2. Oktober 2026 sind folgende zehn Anbieter für die wesentlichen Sportwetten-Domains verzeichnet – geordnet nach ihrer Position im deutschen Markt und ihrer Bekanntheit:

Die in dieser Liste erfassten Anbieter unterscheiden sich voneinander durch ihre Quoten, ihre Bonusstrukturen und ihre Produktbreite. Welcher Anbieter für wen passt, hängt davon ab, ob jemand hohe Einzelquoten, eine umfassende Live-Auswahl, viele Zahlungswege oder ein schlankes App-Format sucht.

Anbieter im Vergleich – Einordnung auf der Whitelist

Anbieter Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber Sportwetten-Erlaubnis seit
Tipico Whitelist · Tipico Co. Limited, Malta 09.10.2020
Interwetten Whitelist · Interwetten Gaming Limited, Malta (Erlaubnis in Schleswig-Holstein seit Dezember 2012) 12.2012 / Whitelist-Erlaubnis jünger
Bwin Whitelist · bwin (Deutschland) Limited, Malta Whitelist-Eintrag aktiv
Bet-at-home Whitelist · Bet-at-home.com Internet Limited, Malta 02.11.2020
Betway Whitelist · Betway Limited, Malta 09.03.2021
Merkur Bets Whitelist · Merkur Bets Malta Limited, Malta 06.11.2023
NEO.bet Whitelist · Greenvest Betting Limited, Malta 09.10.2020
VBet Whitelist · SCGO Limited, Malta 05.12.2023
Betano Whitelist · Betkick Sportsbetting Limited, Malta 19.02.2021
Oddset Whitelist · ODDSET Sportwetten GmbH (Regierungspräsidium Darmstadt) 15.12.2022
Winamax Whitelist · WINAMAX SA (Regierungspräsidium Darmstadt) 29.06.2021
Tipwin Whitelist · Tipwin Limited 09.10.2020
888sport Whitelist · 888 Germany Limited (888 Holdings PLC, Gibraltar) 30.06.2021
LeoVegas Whitelist · LVSports Limited, Malta 21.10.2024
Admiral Whitelist · Greentube Betting Malta Limited, Malta 09.10.2020
Daznbet Whitelist · DZBT Operations Limited, Malta 22.08.2023
Bet3000 Whitelist · I.B.C. Sportsbetting Limited, Malta 22.04.2026

Die Spalte nennt Datum und Halter – alles, was an einem konkreten Tag verzeichnet ist, ohne dass ein Ende auf der Whitelist vermerkt wäre. Was die Spalte nicht leistet, ist eine Aussage zur Qualität der Quoten oder der Bonusbedingungen. Die nächste Tabelle zu Quoten und Boni fehlt hier bewusst: Sie wäre halb aufgeräumten Werbeaussagen gefüllt. Was der Anbieter an Quote und Bonus zahlt, liest jede Leserin am Tag der Wettabgabe in der Wettbox des Anbieters selbst.

Was OASIS, LUGAS und das 1.000-€-Limit konkret bedeuten

Der Glücksspielstaatsvertrag hat für die Spielerinnen und Spieler drei Schutzmechanismen geschaffen, die jeder Anbieter auf der Whitelist verbindlich einsetzen muss: OASIS, LUGAS und ein striktes Einzahlungslimit. Wer bei einem erlaubten Anbieter spielt, ist automatisch an diese drei Systeme angeschlossen – wer bei einem nicht erlaubten Anbieter spielt, ist es nicht.

OASIS ist die bundesweite Spielersperrdatei. Bei der Registrierung und beim Login wird geprüft, ob die Person dort eingetragen ist. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn die Person selbst eine Frist setzt, sonst mindestens ein Jahr. Die Sperre gilt für alle erlaubten Anbieter gleichzeitig. Wer sich nicht selbst sperrt, kann von Dritten – Familienangehörigen, dem Jugendamt, dem Sozialamt – gesperrt werden.

LUGAS ist die zentrale Limitdatei. Sie sorgt dafür, dass das monatliche Einzahlungslimit von 1.000 € pro Person und Monat eingehalten wird, über alle Anbieter hinweg. Wer bei Anbieter A 700 € im Monat einzahlt, kann bei Anbieter B in demselben Monat nur noch 300 € einzahlen. Ausnahmen: Anbieter dürfen nachprüfbarer wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit das Limit für eine Einzelperson auf bis zu 10.000 € anheben; zwischen 10.000 € und 30.000 € dürfen nicht mehr als ein Prozent der aktiven Spielenden ihres Anbieters liegen. Eine Selbsterklärung reicht für die Erhöhung nicht. Wer das Limit senkt, senkt sofort; wer es anhebt, muss sieben Tage warten.

Panikbutton: jeder Anbieter muss eine Sofortsperre für 24 Stunden anbieten, die mit einem Klick ausgelöst wird. Parallel dazu darf ohne vollständige Verifizierung maximal 72 Stunden gespielt werden, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlung.

Was diese Regeln zusammen ergeben, ist ein klarer Rahmen: Wer in Deutschland bei einem erlaubten Anbieter spielt, kann nicht gleichzeitig bei anderen Anbietern hohe Beträge einzahlen, kann sich nicht über anonyme Zahlungsmittel unkontrolliert Geld beschaffen, kann sich nicht ohne Vorwarnung hohe Summen auszahlen lassen, bevor er sich gegenüber dem Anbieter ausgewiesen hat. Das ist der Preis der Erlaubnis.

Wer die Wettsteuer trägt – und wie sie auf die Quote durchschlägt

Die Sportwettensteuer ist eine deutsche Sondersteuer auf Sportwetten. Sie beträgt 5,3 % und wird nach dem Rennwett- und Lotteriegesetz auf den „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ erhoben. Praktisch bedeutet das: Wer 100 € auf eine Wette setzt, zahlt davon rund 5,03 € Steuer – die Steuer wird also nicht vom Einsatz abgezogen, sondern ist im Einsatz enthalten. Der Erlaubnisinhaber schuldet die Steuer, nicht die Spielerin.

Die Frage, was das für die Spielerin bedeutet, ist Sache des Anbieters. Manche Anbieter ziehen die Steuer vom Gewinn ab. Manche ziehen sie vom Einsatz ab und geben eine etwas niedrigere Quote aus. Manche werben damit, dass sie die Steuer selbst tragen und der Quote den vollen Betrag gutschreiben. Welche Variante ein Anbieter wählt, steht in dessen AGB – und nicht in einem Werbeversprechen.

Eine Wettsteuer von 5,3 %, die direkt von der Wette des Spielenden abgezogen wird, bedeutet bei einer angenommenen Quote von 1,90 einen Verlust pro 100 € Einsatz von etwa 5,03 €. Bei einer Quote von 1,50 ist der Effekt auf den ausgezahlten Gewinn größer – die Steuer ist nominell gleich, fällt aber prozentual stärker ins Gewicht, wenn die Marge des Buchmachers ohnehin eng ist. Anbieter, die die Steuer selbst tragen, müssen sie aus ihrer Marge finanzieren – was tendenziell zu etwas niedrigeren Quoten führt.

Die Steuer ist keine Lizenz: Auch wer die Steuer entrichtet, kann ohne GGL-Erlaubnis arbeiten. Wer auf der Whitelist steht, hat die Erlaubnis; wer sie nicht hat, fehlt in der Liste.

Wie Buchmacher Quoten festlegen – die Marge im Preis

Eine Wettquote ist mehr als eine Prognose. Sie enthält einen Sicherheitszuschlag, der die Marge des Anbieters sichert. Bei einem Zwei-Wege-Markt mit zwei gleich wahrscheinlichen Ausgängen – 1,90 zu 1,90 – lässt sich diese Marge direkt berechnen. Die Formel lautet: Auszahlungsquote = 1 ÷ (1/Quote₁ + 1/Quote₂ + …). Bei 1,90/1,90 ergibt sich 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) = 1 ÷ 1,0526 ≈ 0,95. Das bedeutet: Von jedem eingesetzten Euro zahlt der Markt 95 Cent an die Spielenden zurück, 5 Cent behält der Anbieter als Marge. Eine Marge von 5 % ist im Fußball-1X2-Markt typisch – sie schwankt von Anbieter zu Anbieter und von Tag zu Tag.

Bei einem Drei-Wege-Markt – Heimsieg, Unentschieden, Auswärtssieg – liegt die Auszahlungsquote üblicherweise zwischen 0,93 und 0,96, je nach Liga und Spiel. Das heißt: Die Marge liegt zwischen 4 % und 7 %. Anbieter werben gern mit „den besten Quoten“, aber die Unterschiede zwischen den Top-Anbietern sind im 1X3-Markt selten größer als ein Prozentpunkt Auszahlungsquote. Bei Nischenmärkten oder Live-Wetten liegen die Margen teils deutlich höher.

Die Marge ist der Preis, den jede Spielende dafür zahlt, dass der Anbieter das Gegenüberstellt und das Risiko trägt. Eine niedrige Marge heißt mehr vom Einsatz zurück, eine hohe Marge heißt mehr einbehalten. Wer Quotenkönig werden will, vergleicht darum nicht einen einzelnen Preis, sondern die Auszahlungsquote über mehrere Märkte und Tage. Wer das nicht tut, lässt sich von einzelnen, gut platzierten Höchstquoten den Blick auf das Gesamtbild vernebeln.

Die Quoten der zehn wichtigsten Anbieter im Überblick

Die Auszahlungsquoten für den 1X2-Markt der Bundesliga liegen bei den meisten der zehn erlaubten Anbieter zwischen 94 % und 96 %. Das heißt: Die Marge liegt zwischen 4 % und 6 %. Bei Spielen der englischen Premier League sind die Margen tendenziell etwas niedriger, bei Spielen unterer Ligen und bei Live-Wetten liegen sie höher. Die Unterschiede zwischen den Anbietern betragen im Spitzenmarkt selten mehr als einen halben Prozentpunkt – was bedeutet, dass die Wahl des Anbieters für gelegentliche Wettkundinnen praktisch keinen Quotenunterschied macht.

Wer ernsthaft Quotenkönig werden will, vergleicht anbieterübergreifend. Dazu gehört: die Quote für das jeweilige Spiel, der Markt (1X2, Doppelte Chance, Handicap, Über/Unter 2,5), die Wettart (Einzelwette, Kombiwette, Systemwette), das Zeitfenster (Pre-Match, Live). Eine einzige, herausgegriffene Quote ist praktisch nie repräsentativ.

Anbieter Quote 1X2 Bundesliga (typisch) Marge
Top-Anbieter A 95 %–96 % 4 %–5 %
Top-Anbieter B 94 %–95 % 5 %–6 %

Eine Tabelle, die konkrete Werte verspricht, wäre hier unredlich: Sie wäre nur eine Momentaufnahme für ein Spiel, ein Datum, einen Tag. Die Bandbreite zwischen 94 % und 96 % Auszahlungsquote über den Tag hinweg ist die ehrliche Aussage.

Bonus, Gratiswette und Umsatzbedingungen – was ein Bonus den Spielenden kostet

Wer einen Bonus annimmt, akzeptiert damit Umsatzbedingungen. Sie bestimmen, wie oft der Bonus umgesetzt werden muss, bevor er ausgezahlt werden darf. Eine typische Bedingung ist: 5-facher Umsatz des Bonusbetrags bei einer Mindestquote von 1,50. Wer einen 100-€-Bonus bekommt und 500 € bei Quoten ab 1,50 setzen muss, gibt davon einen Teil an die Marge des Anbieters ab, einen Teil an die Wettsteuer und einen Teil hat er selbst als Verlust, weil nicht jede Wette gewinnt.

Ein Rechenbeispiel: Wer einen 100-€-Bonus bei einer typischen Marge von 6 % im Bundesliga-Markt durchspielt, verliert davon 30 € an die Marge des Anbieters, 6 € an die Wettsteuer – die Annahmen sind grob, weil das tatsächliche Ergebnis von der Trefferquote der Wetten abhängt. Wer den Bonus nicht annimmt, spart sich diese Rechnung.

Manche Anbieter werben mit „risikofreien“ Wetten, „100 % Bonus“ oder „Gratiswette“. Diese Begriffe sind irreführend, wenn sie nicht im Kleingedruckten aufgelöst werden:

Was die Bedingungen konkret kosten, hängt von drei Zahlen ab: vom Umsatzfaktor, von der Mindestquote und von der Frist. Typisch sind Faktoren zwischen 3- und 10-fach, Mindestquoten zwischen 1,40 und 2,00 und Fristen zwischen 7 und 90 Tagen. Wer diese drei Werte vor der Annahme prüft, weiß, was der Bonus kostet – und kann ihn gegen den Gegenwert der eigenen Wettaktivität abwägen.

Was Krypto und anonyme Zahlungsmittel bei deutschen Anbietern ausschließt

Der Glücksspielstaatsvertrag erlaubt nur Zahlungen von einem Konto, das auf den Namen der Spielerin lautet und bei einem Geldwäschegesetz-pflichtigen Institut geführt wird. Was sich daraus ergibt, ist klar: Bitcoin und andere Kryptowährungen sind bei deutschen Anbietern ausgeschlossen. Gleiches gilt für Paysafecard in der anonymen Variante und andere Prepaid-Lösungen, die keine Identifizierung des Kontoinhabers verlangen.

Zulässige Zahlungsmittel sind Girokonto mit SEPA-Lastschrift, Kreditkarte (Visa, Mastercard), PayPal, Klarna, Trustly, Skrill und Neteller. Welche Anbieter welche Mittel akzeptieren, ist deren Geschäft; die genauen Bedingungen – Gebühren, Limits, Bearbeitungszeit – unterscheiden sich und stehen in den AGB des Anbieters.

Wer in Deutschland ein Konto bei einem Anbieter ohne Whitelist-Eintrag führt, kann dort oft mit Kryptowährungen einzahlen. Was er dafür bekommt, ist der Wegfall der Spielerschutzmaßnahmen – OASIS greift dort nicht, LUGAS ebenso wenig, und bei einer Insolvenz des Anbieters greift keine deutsche Einlagensicherung.

Auszahlung, Bearbeitungszeit und was im Kleingedruckten steht

Wer bei einem erlaubten Anbieter auszahlt, hat nach dem Glücksspielstaatsvertrag Anspruch darauf, dass das Restguthaben bei Kontoschließung innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt wird. In der Praxis laufen Auszahlungen schneller – manche Anbieter zahlen innerhalb von 24 Stunden, andere brauchen 2 bis 3 Werktage, je nach Zahlungsweg.

Bearbeitungszeiten hängen vom Zahlungsmittel ab:

Die Anbieter sind verpflichtet, das Geld auf das Konto auszuzahlen, von dem aus eingezahlt wurde – und zwar auf das Konto, das auf den Namen der Spielerin läuft. Auszahlungen auf andere Konten sind nicht zulässig. Wer das Limit voll ausnutzen will, muss gegebenenfalls auf eine Auszahlung auf das eigene Konto und eine darauffolgende Überweisung zurückgreifen – was Zeit kostet.

Live-Wetten und Cash-out – wo der Anbieter Spielraum hat

Live-Wetten sind in Deutschland erlaubt – mit Einschränkungen. Während eines laufenden Ereignisses darf nur auf das Endergebnis gewettet werden, sowie auf seltene Ereignisse: nächstes Tor im Fußball, nächster Satz im Tennis. Wetten auf den nächsten Punkt im Tennis, den nächsten Korb im Basketball oder ähnliches sind nicht erlaubt, weil sie zu schnell gehen und das Manipulationsrisiko erhöhen.

Was Live-Wetten konkret bedeutet, ist ein eingeengter Markt. Wer in der Halbzeitpause auf den Ausgang der zweiten Halbzeit wetten will, kann das – wer auf das nächste Tor in Echtzeit wetten will, in den meisten Fällen auch. Wer auf den nächsten Ballwechsel im Tennis wetten will, kann das nicht.

Cash-out ist keine Pflicht des Anbieters, sondern eine freiwillige Funktion. Sie erlaubt es der Spielerin, eine offene Wette vor dem Ende des Ereignisses zu schließen und einen Teil des Gewinns mitzunehmen. Der Anbieter macht das Angebot, die Spielerin nimmt es an oder lehnt es ab. Was der Cash-out-Wert ist, hängt von der aktuellen Spielsituation und der Höhe der Wette ab. Welche Anbieter Cash-out anbieten und unter welchen Bedingungen, variiert – und steht in der Wettbox des Anbieters.

Wie Buchmacher Tipps und Favoritenrollen zeigen – und warum sie kein Versprechen sind

Buchmacher veröffentlichen vor großen Turnieren regelmäßig Wett-Tipps und listen die Favoriten nach ihren Quoten auf. Bei der Fußball-Weltmeisterschaft wird Brasilien typischerweise als Favorit gehandelt, bei der Europameisterschaft ähnliche Teams, in den Grand-Slam-Turnieren des Tennis die topgesetzten Spieler. Die Quote reflektiert die Wahrscheinlichkeitseinschätzung des Anbieters – nicht ein Versprechen, dass das Ereignis auch eintrifft.

Was eine Favoritenrolle bei einer Quote von 1,50 aussagt: Der Anbieter schätzt die Wahrscheinlichkeit auf etwa 67 %. Was sie nicht aussagt: Dass diese Schätzung richtig ist. Buchmacher rechnen mit Quoten, die auf eine implizite Wahrscheinlichkeit schließen lassen – aber ein Buchmacher kann genauso falsch liegen wie jede andere Quelle. Wer auf einen „sicheren Favoriten“ setzt, weil die Quote niedrig ist, hat nur eine niedrige Auszahlung erkauft – nicht mehr.

Was eine Wette auf einen Außenseiter mit Quote 8,00 bedeutet: Der Anbieter schätzt die Wahrscheinlichkeit auf 12,5 %. Wer Außenseiter-Wetten sammelt, kann spektakulär gewinnen – und wird es über zehn Wetten gesehen mit hoher Wahrscheinlichkeit trotzdem nicht. „Strategien“, die das suggerieren, verkaufen Hoffnung und keine Analyse.

Welche Sportarten und Turniere es bei deutschen Anbietern gibt

Die zehn erlaubten Anbieter decken Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, American Football, Boxen, Darts, Handball und eine Reihe weiterer Sportarten ab. Was nicht abgedeckt ist: E-Sport. Wetten auf E-Sport sind in Deutschland nicht erlaubt, weil die GGL E-Sport nicht als Sport im Sinne des Glücksspielrechts anerkennt. Wer auf Counter-Strike, League of Legends oder Dota 2 wetten will, findet auf keinem erlaubten Anbieter ein Programm dafür.

Bei großen Fußballturnieren – Weltmeisterschaft, Europameisterschaft – ist das Wettprogramm aller zehn Anbieter breit: Siegerwetten, Gruppensieger, Torschützenkönig, Anzahl Tore, Handicap, Kombinationen. Bei kleineren Ligen unterhalb der 3. Liga sinkt das Angebot, weil die GGL Wetten auf überwiegend minderjährige oder Amateursportler ausschließt. Wer auf Spiele der Regionalliga oder Oberliga wetten will, wird bei den meisten Anbietern kein Angebot finden.

NFL, NBA und NHL sind abgedeckt – das Wettprogramm ist saisonal. Tennis-Grand-Slam-Turniere bieten ein vollständiges Wettprogramm bis in die Qualifikation. Pferderennwetten werden überwiegend von den drei Pferdewetten-Anbietern auf der Whitelist abgedeckt und sind ein eigenständiges Segment.

Neue Buchmacher und unbekannte Namen – was unerlässlich ist

Wer einen neuen Buchmacher entdeckt – in der Werbung, in sozialen Medien, auf Vergleichsportalen –, sollte als Erstes prüfen, ob er auf der Whitelist steht. Ohne Eintrag in der Liste der GGL darf der Anbieter in Deutschland keine Sportwetten anbieten. Wer dort nicht steht und trotzdem deutsche Kundinnen wirbt, betreibt unerlaubtes Glücksspiel.

Ein neuer Name allein ist nicht verdächtig – die Whitelist wird regelmäßig aktualisiert. Was zählt, ist der Eintrag. Wer dort auftaucht, hat die Erlaubnis; wer dort fehlt, hat sie nicht.

Der einfachste Weg, einen Anbieter zu prüfen: Auf der Webseite der GGL unter glücksspiel-behoerde.de nachschauen, ob der Domainname des Anbieters in der Whitelist erscheint. Steht er dort mit einer Sportwetten-Erlaubnis, ist die Sache klar.

Wie eine Wette entsteht – Ablauf und Mechanik

Eine Wette beginnt mit der Wahl eines Marktes. Die Spielerin sucht ein Spiel oder Ereignis, einen Markttyp (1X2, Über/Unter, Handicap) und eine Quote. Daraus ergibt sich ein Wettschein mit Einsatz und Gesamtquote. Bei einer Einzelwette ist die Quote gleich der Quote des ausgewählten Marktes. Bei einer Kombiwette werden die Quoten der ausgewählten Ausgänge multipliziert. Bei einer Systemwette werden mehrere Kombinationen aus den ausgewählten Ausgängen gebildet – zum Beispiel alle 2er-Kombinationen aus drei Ausgängen, oder alle 3er-Kombinationen aus vier Ausgängen.

Was eine Heinz-Wette ist: 57 Wetten aus 6 Ausgängen – alle 2er-, 3er-, 4er-, 5er- und 6er-Kombinationen. Was eine Super-Heinz-Wette ist: 120 Wetten aus 7 Ausgängen – Heinz plus alle 7 Einzelwetten. Was eine Goliath-Wette ist: 247 Wetten aus 8 Ausgängen – alle Kombinationen von 2er bis 8er. Diese Wettarten kosten viel Einsatz, weil sie aus vielen Teilwetten bestehen – sie haben dafür eine größere Treffertoleranz, weil nicht alle Kombinationen gewinnen müssen.

Wer eine Mehrfachwette gewinnt, bekommt den Einsatz multipliziert mit der Gesamtauszahlungsquote ausgezahlt. Wer bei einer Quote von insgesamt 8,00 einen Einsatz von 10 € setzt, bekommt im Erfolgsfall 80 € zurück – 70 € Gewinn plus 10 € Einsatz. Die Marge, die der Anbieter eingerechnet hat, wird auf jedes Ereignis einzeln aufgeschlagen.

Was die Auszahlung bei einer Kombiwette kostet, ist die kombinierte Marge. Wer zwei Einzelquoten von 1,90 zu einer Quote von 3,61 kombiniert, sieht eine Auszahlungsquote von 3,61 – bei zwei Einzelmärkten mit 95 % wäre die faire kombinierte Auszahlungsquote 1,90 × 1,90 = 3,61. Multiplizieren sich die Quoten exakt, gibt es keine zusätzliche Marge auf die Kombination. Multiplizieren sie sich nicht exakt, weil der Anbieter auf Kombiwetten einen Aufschlag nimmt, ist das die „Kombi-Marge“, die der Anbieter einnimmt.

Wer die zehn GGL-erlaubten Buchmacher sind – und wofür sie stehen

Tipico

Tipico ist der Anbieter, der in Deutschland am stärksten mit stationären Annahmestellen verwurzelt ist. Das Unternehmen wurde 2004 in Malta gegründet und betreibt seine deutsche Online-Sportwetten-Plattform über die Tipico Co. Limited mit Sitz in Portomaso, Malta. Die deutsche Erlaubnis hat Tipico seit dem 9. Oktober 2020, eine Folgeerlaubnis wurde am 9. Dezember 2022 erteilt.

Was Tipico für Kundinnen attraktiv macht, ist die Verbindung von Filialnetz, App und Online-Angebot. Wer in einer Stadt mit Tipico-Filiale lebt, kann online Quote und Tipp holen und im Laden eine Wette abgeben – oder umgekehrt. Die App ist für Android und iOS verfügbar, das Wettprogramm umfasst Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey und American Football.

Das Programm, das Tipico anbietet, ist breit: Pre-Match und Live, Einzel- und Kombiwetten, Systemwetten. Cash-out ist verfügbar. Welche Quoten Tipico auf einzelne Spiele setzt, schwankt – im Bundesliga-1X2-Markt liegt die Auszahlungsquote meist bei 94 % bis 96 %, in Nischenmärkten teils niedriger.

Interwetten

Interwetten ist eines der ältesten europäischen Wettunternehmen. Die Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Sliema, Malta, betreibt die Domain interwetten.de und darf seit Dezember 2012 in Schleswig-Holstein Sportwetten anbieten – die Erlaubnis für Casinospiele dort folgte im Januar 2013. Die GGL-Whitelist führt den Anbieter als erlaubt für Sportwetten.

Interwetten spricht eher klassische Wettkunden an: das Wettprogramm ist solide, die Quoten liegen im Mittelfeld. Was Interwetten auszeichnet, ist die lange Historie und ein im Vergleich jüngerer Markteintritt in einigen Produktbereichen – bei Sportwetten ist Interwetten ein gesetzter Name.

Bwin

Bwin gehört zu den großen Namen im europäischen Wettmarkt. Die bwin (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira, Malta, betreibt die Domain bwin.de. Die Geschichte des Unternehmens reicht zurück in die 1990er Jahre, mit einer Erlaubnis aus DDR-Zeiten, die das OVG Bautzen am 13. Dezember 2007 bestätigte. Auf der GGL-Whitelist steht bwin mit einer Sportwetten-Erlaubnis.

Bwin ist ein Anbieter mit breitem Wettprogramm und globalem Markennamen. Die Quote liegt im Bundesliga-Markt typischerweise zwischen 94 % und 96 %. Wer Bwin mit anderen Top-Anbietern vergleicht, sieht meist Unterschiede im halben Prozentpunkt – Geschmackssache, wenn überhaupt messbar.

Bet-at-home

Bet-at-home wird von der Bet-at-home.com Internet Limited mit Sitz in Malta betrieben. Die Ersterlaubnis datiert auf den 2. November 2020, eine Folgeerlaubnis auf den 22. Dezember 2022. Zusätzlich führt die Whitelist den Anbieter mit Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 28. Dezember 2022.

Bet-at-home positioniert sich zwischen Mainstream-Anbietern und kleineren Häusern. Wer hier spielt, bekommt ein vollständiges Wettprogramm und übliche Zahlungswege. Was Bet-at-home von anderen unterscheidet, ist weniger das Angebot als das Markenprofil – österreichisch geprägt, mit Werbung in Sportübertragungen.

Betway

Betway gehört zum internationalen Betway-Konzern. Die Betway Limited mit Sitz in Malta betreibt die Domain Betway.de. Die Ersterlaubnis wurde am 9. März 2021 vom Regierungspräsidium Darmstadt erteilt, eine Folgeerlaubnis am 23. Dezember 2022, eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele am 2. Oktober 2026. Anthony Werkman, Geschäftsführer von Betway, bestätigte die Erlaubnis in einer Mitteilung vom 10. März 2021.

Betway spricht Kunden an, die auch Casino-Angebote nutzen: neben Sportwetten führt die Whitelist virtuelle Automatenspiele. Wer bei Betway spielt, bekommt beides unter einer Erlaubnis – klar getrennt, mit unterschiedlichen Programmen.

Merkur Bets

Merkur Bets wird von der Merkur Bets Malta Limited betrieben, mit Sitz in St. Julian’s, Malta. Die Domain MERKUR BETS ist seit dem 6. November 2023 auf der Whitelist. Die Merkur-Gruppe betreibt in mehreren europäischen Märkten Wett- und Spielangebote – das „Merkur“ im Namen steht für die deutsche Spielstätten-Tradition der Gauselmann-Gruppe.

Merkur Bets ist im Vergleich zu Tipico, Bwin und Interwetten ein jüngerer Online-Auftritt. Was es auszeichnet, ist die Verbindung zum stationären Spielstätten-Geschäft – und ein Wettprogramm, das die Schwerpunkte Fußball, Tennis und Basketball abdeckt.

NEO.bet

NEO.bet wird von der Greenvest Betting Limited mit Sitz in Malta betrieben. Die Ersterlaubnis datiert auf den 9. Oktober 2020, eine Folgeerlaubnis auf den 22. Dezember 2022. NEO.bet positioniert sich im deutschen Markt als spezialisierter Wettanbieter – nicht als breites Casino-plus-Sportwetten-Haus.

Was NEO.bet auszeichnet, ist der Fokus auf Quoten und Sportwetten. Wer hier spielt, bekommt ein vollständiges Fußball-Programm und Live-Wetten – ohne Casino-Gebäude nebenan. Das Design der App ist auf Schnelligkeit ausgelegt.

VBet

VBet wird von der SCGO Limited mit Sitz in St. Julian’s, Malta, betrieben. Die Domain Vbet.de ist seit dem 5. Dezember 2023 auf der Whitelist. SCGO betreibt daneben maxi333.de mit Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 21. Juni 2024.

VBet ist im deutschen Markt seit 2023 mit einer deutschen Erlaubnis aktiv. Der Anbieter kommt aus dem osteuropäischen Markt und ist international aufgestellt. Was VBet in Deutschland bietet, ist ein Fußball-betontes Programm – mit Live-Wetten und Cash-out.

Betano

Betano wird von der Betkick Sportsbetting Limited mit Sitz in San Ġiljan, Malta, betrieben. Die Ersterlaubnis stammt aus dem Februar 2021, eine Folgeerlaubnis aus dem Dezember 2022. Der Hintergrund: Die österreichische Betkick Sportwettenservice, im Besitz von Stoiximan, hat im Februar 2021 die deutsche Erlaubnis erhalten und bietet über Betano.de Wetten an.

Betano gehört zu den wenigen Anbietern, die in Deutschland mit starkem Marketing auftreten – Präsenz in Fußballstadien und Sportsendungen. Das Wettprogramm umfasst Fußball, Tennis, Basketball und Eishockey. Cash-out ist verfügbar.

Oddset

Oddset ist das deutsche Traditionsprodukt unter den Anbietern. Die ODDSET Sportwetten GmbH betreibt oddset.de mit einer Erlaubnis des Regierungspräsidiums Darmstadt aus dem 15. Dezember 2022 für Online-Sportwetten und den stationären Vertrieb. Die Aufsicht führt die GGL.

Oddset ist überwiegend über stationäre Annahmestellen verbreitet – in Toto-Lotto-Annahmestellen und Partnerfilialen. Online ist Oddset ebenfalls verfügbar. Die Marke steht in Deutschland für Seriosität und Anbindung an das föderale Lotteriesystem, weniger für eine besonders hohe Quote. Wer Oddset nutzt, weiß, dass die Quote nicht der Werbevorteil ist, sondern die Erlaubnisstruktur.

Winamax

Winamax wird von der WINAMAX SA betrieben, einer französischen Aktiengesellschaft mit dem Schwerpunkt Poker und Sportwetten. Die deutsche Erlaubnis stammt vom 29. Juni 2021, eine Folgeerlaubnis vom 8. Dezember 2022. Die Aufsicht führt die GGL.

Winamax ist in Frankreich entstanden und expandiert seit Jahren nach Deutschland und in andere Märkte. Der Markenkern liegt bei Poker, wo Winamax zu den führenden Anbietern in Frankreich gehört. Sportwetten sind in Deutschland das zweite Standbein – mit einem Fußball-schweren Programm.

Tipwin

Tipwin ist ein deutsches Familienunternehmen mit Sitz in Köln und wird von Dr. Damir Böhm geführt. Die Domain Tipwin.de ist seit dem 9. Oktober 2020 auf der Whitelist, mit Folgeerlaubnissen am 27. Dezember 2022 und 9. Januar 2024.

Tipwin gehört zu den mittelgroßen Anbietern im deutschen Markt. Was Tipwin auszeichnet, ist eine Reihe von Sponsoring-Engagements im deutschen Sport – Tipwin ist Premium Partner des Deutschen Basketball Bundes.

888sport

888sport gehört zur 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar. Die Aktie ist seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert. Die deutsche Domain 888sport wird von der 888 Germany Limited betrieben, mit Ersterlaubnis vom 30. Juni 2021 und Folgeerlaubnis vom 15. Dezember 2022.

888sport gehört zu den internationalen Marken mit Sportwetten- und Casino-Angebot. Wer bei 888sport spielt, bekommt ein vollständiges Wettprogramm, ein Casino-Angebot und Poker – unter dem Dach der 888-Gruppe, mit unterschiedlichen Lizenzbestandteilen auf der Whitelist.

LeoVegas Sport

LeoVegas Sport wird von der LVSports Limited mit Sitz in Malta betrieben. Die Erlaubnis für Sportwetten datiert auf den 21. Oktober 2024, die Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele auf den 27. Februar 2023. LeoVegas gehört im internationalen Vergleich zu den etablierten Casino-Anbietern mit Sportwetten-Zweig.

Was LeoVegas Sport in Deutschland ausmacht, ist die Verbindung zum Casino-Angebot und die App-Ausrichtung. Wer auf Mobile spielt, findet bei LeoVegas eine der am besten bewerteten Apps – auf Quoten-Niveau liegt LeoVegas im Mittelfeld.

Daznbet

Daznbet wird von der DZBT Operations Limited mit Sitz in Zebbug, Malta, betrieben. Die Domain daznbet.de ist seit dem 22. August 2023 auf der Whitelist. Daneben besteht eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 24. Juni 2025.

Daznbet ist die Sportwetten-Marke des Streaming-Anbieters DAZN. Wer DAZN abonniert hat und in dessen App surft, trifft auf daznbet. Was Daznbet auszeichnet, ist die Verbindung zum Sport-Streaming und ein Fußball-schweres Programm.

Bet3000

Bet3000 wird von der I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Sliema, Malta, betrieben. Die Domain bet3000.de ist seit dem 22. April 2026 auf der Whitelist. Bet3000 gehört zu den in Deutschland bekannten Marken mit Filialnetz – vergleichbar mit Tipico, aber kleiner.

Was Bet3000 ausmacht, ist die Konzentration auf Sportwetten – ohne Casino-Programm im selben Haus. Wer einen schmalen, sportwetten-fokussierten Anbieter sucht, ist bei Bet3000 richtig.

Admiral Bet

Admiral Bet wird von der Greentube Betting Malta Limited mit Sitz in Malta betrieben. Die Ersterlaubnis datiert auf den 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnisse auf den 13. Dezember 2022 und den 29. Juli 2024. Eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele besteht seit dem 28. September 2022.

Admiral Bet gehört zur Novomatic-Gruppe und ist im deutschsprachigen Raum auch über die Marke „Admiral“ im stationären Spielstätten-Geschäft bekannt. Die Online-Sportwetten-Marke ist kleiner als bei Tipico oder Interwetten, aber im Programm vollständig.

Weitere erlaubte Anbieter auf der Whitelist

Die GGL-Whitelist vom 2. Oktober 2026 führt 27 Anbieter mit Sportwetten-Erlaubnis. Diesen Text decken die im Abschnitt „Wer in Deutschland erlaubt Sportwetten anbietet“ aufgeführten Anbieter ab – die Liste ist nicht abschließend. Weitere erlaubte Anbieter sind Mybet, JackOne, Sunmaker und andere; wer sich für das vollständige Bild interessiert, schaut direkt auf glücksspiel-behoerde.de in die Liste. Was diese Anbieter gemeinsam haben, ist die Erlaubnis auf der Whitelist – unterschiedlich sind Quoten, Bonusstrukturen, Zahlungswege und Programmschwerpunkte.

Welcher Anbieter zu welchem Spielprofil passt

Wer viele kleine Kombiwetten spielt und ein vollständiges Fußball-Programm sucht, ist bei Anbietern mit hoher 1X3-Auszahlungsquote im Mainstream-Markt gut aufgehoben – Bwin, Tipico, Interwetten, Betano oder Bet-at-home.

Wer hohe Live-Quoten und ein gutes Cash-out-Angebot sucht, vergleicht direkt die Live-Märkte der Anbieter – was die Live-Wetten und den Cash-out angeht, sind Top-Anbieter nicht weit auseinander.

Wer möglichst wenige Einschränkungen bei den Zahlungsmethoden haben will, prüft die Liste der akzeptierten Zahlungsmittel direkt beim Anbieter – PayPal, Klarna und Trustly sind weit verbreitet, bei manchen kleineren Anbietern fehlen sie.

Wer eine gut gemachte App sucht, kommt an Tipico, LeoVegas und 888 nicht vorbei – die Apps dieser drei Anbieter gehören zu den am besten bewerteten Sportwetten-Apps im deutschen Store.

Wer ein klares deutsches Traditionsprodukt sucht, ist bei Oddset richtig – mit Annahmestellen-Vernetzung und föderalem Hintergrund.

Wer Casino und Sportwetten unter einem Dach haben will, hat bei Tipico, 888sport, Betway und Admiral Bet mehrere Optionen – jeweils mit eigener Casino-Erlaubnis auf der Whitelist.

Wie eine Wettsteuer-Berechnung konkret aussieht

Wer 100 € auf eine Quote von 1,90 setzt, zahlt davon rund 5,03 € Wettsteuer (5,3 % von 100 / 1,053). Wer die Wette gewinnt, bekommt 190 € ausgezahlt – abzüglich der Steuer, falls der Anbieter sie vom Gewinn abzieht. Bei einem angenommenen Bruttogewinn von 90 € und einem Steuerabzug von 5,03 € bleiben 84,97 € Nettogewinn – wenn der Anbieter die Steuer vom Gewinn abzieht.

Wer die Wette verliert, zahlt nur die Steuer – nicht den Einsatz zurück. Bei verlorener Wette ist der Verlust 100 € plus Steuer, falls diese vom Einsatz abgezogen wird – die meisten Anbieter ziehen die Steuer nicht vom Einsatz ab, sondern verrechnen sie mit dem Gewinn.

Was die Berechnung zeigt, ist eine direkte Auswirkung auf jede einzelne Wette: Jede 100-€-Wette kostet 5,03 € an Steuer. Bei hohen Einsätzen wird der Betrag erheblich – 1.000 € Einsatz kosten 50,30 € Steuer. Bei kleinen Einsätzen fällt die Steuer weniger auf.

Wie ein Bonusumsatz in Euro und Cent aussieht

Wer einen 100-€-Bonus zu fünffachen Umsatzbedingungen mit Mindestquote 1,50 bekommt, muss 500 € umsetzen. Bei einer angenommenen Marge von 6 % im Bundesliga-Markt verliert die Spielerin 30 € an die Marge, 6 € an die Wettsteuer. Wer die Bedingungen nicht erfüllt, verliert den Bonus – und die gesetzten Beträge an die Marge.

Wer den Bonus nicht annimmt, hat die Bedingungen nicht und spart sich diese Rechnung. Der Bonus ist eine Marketingmaßnahme der Anbieter – nicht ein Geschenk, sondern ein Handel: Die Spielerin gibt im Gegenzug für den Bonus einen Teil ihrer Einsätze als Marge ab.

Empfehlungen für drei typische Spielprofile

Wer nur gelegentlich auf Bundesliga wettet und ein deutsches Traditionsprodukt sucht: Tipico, Oddset oder Interwetten. Alle drei haben eine vollständige Fußball-Abdeckung, alle drei akzeptieren Standard-Zahlungswege, alle drei haben eine App. Tipico hat das größte Filialnetz, Oddset die stärkste föderale Verwurzelung, Interwetten die längste internationale Historie.

Wer Live-Wetten und Cash-out nutzt und auf Quoten achtet: Bwin, Betano oder Bet-at-home. Alle drei bieten Live-Wetten auf Bundesliga und internationale Ligen, Cash-out auf ausgewählten Märkten, Apps für iOS und Android. Der Unterschied liegt im Programmumfang – Bwin hat das breiteste Programm, Betano das stärkste Fußball-Profil, Bet-at-home ein ausgewogenes Mittelfeld.

Wer Casino neben Sportwetten haben will: 888sport, Tipico, Betway oder Admiral Bet. Alle vier haben Casino-Produkte unter eigener Whitelist-Erlaubnis. 888sport ist die internationalste Marke, Tipico hat das breiteste Casino-Angebot aus dem Filialnetz, Betway ist auf Mobile stark, Admiral Bet gehört zur Novomatic-Gruppe.

Häufig gestellte Fragen zu Buchmachern in Deutschland

Was ist ein Buchmacher, und wie unterscheidet sich ein lizenzierter Buchmacher von einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis?

Ein Buchmacher nimmt Wetten zu festen Quoten an, legt die Quote fest und zahlt Gewinne nach dem Ende des Ereignisses aus. Ein lizenzierter Anbieter in Deutschland steht auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder, ist an OASIS und LUGAS angeschlossen, verifiziert die Spielenden und unterliegt deutscher Aufsicht. Ein Anbieter ohne Erlaubnis fehlt in dieser Liste und unterliegt keiner deutschen Aufsicht – ohne OASIS-Sperre, ohne LUGAS-Limit, ohne deutschem Beschwerdeweg.

Wie legen Buchmacher ihre Quoten fest, und was bedeutet die eingerechnete Marge?

Buchmacher kalkulieren die Quote aus einer Wahrscheinlichkeitsschätzung plus einem Sicherheitszuschlag – der Marge. Bei einem Zwei-Wege-Markt mit Quote 1,90 zu 1,90 ergibt sich eine Auszahlungsquote von 95 % und eine Marge von 5 %. Die Marge ist der Anteil, den der Anbieter im Durchschnitt pro Euro Einsatz einbehält.

Woran ist anhand der GGL-Whitelist zu erkennen, welche Buchmacher in Deutschland erlaubt sind?

Die GGL führt auf glücksspiel-behoerde.de eine öffentliche Whitelist. Wer dort mit Domain und Sportwetten-Erlaubnis eingetragen ist, darf in Deutschland Sportwetten anbieten. Eine .de-Domain allein beweist nichts – entscheidend ist der Listeneintrag mit Datum der Ersterlaubnis und Erlaubnisinhaber.

Was bedeuten OASIS, LUGAS und das Einzahlungslimit von 1.000 € im Monat für Kunden eines Buchmachers?

OASIS ist die bundesweite Spielersperrdatei – eine Selbstsperre gilt für alle erlaubten Anbieter gleichzeitig. LUGAS ist die zentrale Limitdatei – das Einzahlungslimit von 1.000 € im Monat gilt über alle Anbieter hinweg. Erhöhungen sind nur mit nachweisbarer wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit möglich und müssen sieben Tage im Voraus beantragt werden.

Wer trägt die Sportwettensteuer von 5,3 %, und wie wirkt sie sich auf Quote und Auszahlung aus?

Die Steuer wird vom Veranstalter der Wette geschuldet, nicht von der Spielerin – das ist die gesetzliche Konstruktion. Ob und wie sie an die Kundin weitergegeben wird, entscheidet der Anbieter. Manche ziehen sie vom Gewinn ab, manche tragen sie selbst, manche reduzieren die Quote entsprechend. Bei einer angenommenen Wette zu Quote 1,90 und 100 € Einsatz zahlt die Spielerin rund 5,03 € Steuer, falls der Anbieter sie weiterberechnet.

Welche Rolle spielen Umsatzbedingungen und Mindestquote bei einem Buchmacher-Bonus?

Umsatzbedingungen legen fest, wie oft der Bonus umgesetzt werden muss, bevor er ausgezahlt wird. Die Mindestquote legt fest, welche Wetten zählen. Üblich sind Faktoren zwischen 3- und 10-fach mit Mindestquoten zwischen 1,40 und 2,00. Wer die Bedingungen nicht rechtzeitig erfüllt, verliert den Bonus – und einen Teil seiner Einsätze an die Marge des Anbieters.

Inhalt erstellt vom Team «Wett App Info»