ATP Tennis Wetten 2026 – wer anbietet, was erlaubt ist und was es kostet

Updated Oktober 2026
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Stand: 20. Oktober 2026 · Geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 2. Oktober 2026.

Ein leerer Tennisplatz mit Hartplatzbelag in der Morgendämmerung, das Netz im Gegenlicht und lange Schatten der Linien.
Die ATP Tour 2025 umfasste 9 ATP-Masters-1000-Turniere, 16 ATP-500-Turniere und 30 ATP-250-Turniere; Dallas, Doha und München stiegen zu ATP-500-Turnieren auf.

Die ATP Tour 2026 läuft seit dem 2. Januar 2026, Carlos Alcaraz hat das Herreneinzel-Finale der Australian Open 2026 gegen Novak Đoković mit 2:6, 6:2, 6:3, 7:5 gewonnen. Wer auf diese Saison setzen will, hat in Deutschland nur einen legalen Weg: Anbieter, die auf der Whitelist der GGL stehen und dort mit einer Sportwetten-Erlaubnis geführt werden.

Rechtslage: Was in Deutschland erlaubt ist und was nicht

Tenniswetten sind in Deutschland nur bei Anbietern erlaubt, die eine Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 GlüStV 2021 besitzen. Die Erlaubnis wird seit dem 1. Juli 2021 von der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle (Saale) erteilt; sie überwacht die Anbieter und kann Bußgelder verhängen. Die amtliche Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV ist der einzige Test, ob ein Anbieter legal ist. Der Snapshot vom 2. Oktober 2026 listet 30 Einträge – 27 Inhaber einer Sportwetten-Erlaubnis, zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten, drei mit reiner Pferdewetten-Erlaubnis. Jede gelistete Domain ist eine .de-Domain, aber eine .de-Domain allein beweist nichts: Wer auf der Whitelist fehlt, fällt unter den § 4 Abs. 1 GlüStV und bietet unerlaubtes Glücksspiel an.

Ein leerer Schiedsrichterstuhl am Spielfeldrand eines Tennisplatzes im Abendlicht, lange Schatten auf dem Belag.
Als Anbieter von bet365 führt die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Die GGL hat am 17. September 2026 Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor illegalen Angeboten wie Platincasino gewarnt. Eine Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta hat in Deutschland keine rechtliche Bedeutung; wer dort spielt, ist an kein OASIS angeschlossen, fällt nicht unter die LUGAS-Limitdatei und hat im Streitfall keine deutsche Handhabe.

Was gesetzlich gewettet werden darf

Der GlüStV 2021 unterscheidet klar zwischen erlaubten und nicht erlaubten Wettinhalten. Erlaubt sind festquotierte Wetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon sowie auf Ereignisse innerhalb eines Spiels, jeweils als Einzel- oder Kombiwette (§ 21 Abs. 1). Nur Wettarten, die die GGL im Sportwettprogramm freigegeben hat, dürfen angeboten werden (§ 21 Abs. 5).

Zwei Tennisbälle und ein Schläger liegen auf der Grundlinie eines Hartplatzes, kleine Wassertropfen glänzen auf dem Belag.
Die ATP Tour beginnt um den Jahreswechsel und endet Mitte November; seit 2012 dauert die Winterpause sieben statt fünf Wochen.

Bei Live-Wetten während eines laufenden Spiels gilt eine enge Auswahl: gewettet werden darf auf das Endergebnis oder auf seltene Komponenten wie das nächste Tor, den nächsten Satz oder ähnliche Ereignisse – „selten“ ist hier das entscheidende Wort. Beim Tennis zählt der nächste Satz dazu, der nächste Punkt nicht. Auch beim Basketball ist der nächste Korb nicht erlaubt. Wetten auf Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige oder Amateure beteiligt sind, sind ausgeschlossen; in der Praxis der GGL zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurniveau. Manipulationsanfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung sind ebenfalls tabu (§ 21 Abs. 1a). Soziale oder politische Ereignisse fallen nicht unter den erlaubten Bereich. Auf Esports darf in Deutschland nicht gewettet werden, die GGL erkennt Esports nicht als Sport an. Zu virtuellen Sportwetten ist die Rechtslage nicht abschließend geklärt; seriöse Anbieter lassen die Finger davon.

Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt. Einen gesetzlichen Einsatzdeckel pro Wette gibt es nicht. Eine Erlaubnis läuft nach § 4c Abs. 1 fünf Jahre, die Whitelist zeigt aber nur das Ausstellungsdatum, kein Enddatum.

Spielerschutz: OASIS, LUGAS und das Einzahlungslimit

Spielen dürfen nur Volljährige (§ 4 Abs. 3). Jeder Anbieter vergibt pro Person genau ein Konto mit vollständiger Verifizierung (§ 6a); vor der Verifizierung darf maximal 72 Stunden mit einer Einzahlungsgrenze von 100 € gespielt werden, Auszahlungen sind in dieser Phase nicht erlaubt.

Das Einzahlungslimit nach § 6c Abs. 1 liegt standardmäßig bei 1.000 € pro Kalendermonat, summiert über alle Anbieter hinweg. Die Kontrolle läuft über die Limitdatei LUGAS. Ein Anbieter darf für einen einzelnen Spieler ein höheres Limit setzen – bis 10.000 €, oder zwischen 10.000 € und 30.000 € für höchstens ein Prozent seiner aktiven Spieler –, aber nur mit nachweisbarer wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit. Eine Selbsterklärung reicht nicht. Eine Senkung greift sofort, eine Anhebung erst nach sieben Tagen. Paralleles Spielen bei mehreren Anbietern ist verboten und wird über die Aktivitätsdatei kontrolliert (§ 6h).

OASIS (§§ 8, 8a) ist das bundesweite Sperrsystem und wird bei Registrierung und Login abgefragt. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler selbst eine Frist setzt, ansonsten mindestens ein Jahr. Wer kurzfristig aus einer Situation heraus will, in der er die Kontrolle verliert, drückt den Panikbutton – 24 Stunden Sperre, sofort wirksam. Danach ist OASIS der nächste Schritt.

Hilfsangebote außerhalb der Buchmacher: die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) führt eine Liste anerkannter Beratungsstellen, die Glücksspielsucht behandeln. Wettanbieter mit GGL-Erlaubnis verlinken auf ihrer Seite auf solche Stellen; die Suchfunktion auf der Anbieterseite heißt oft „Verantwortungsvolles Spielen“ oder „Spielsucht-Prävention“.

Zahlungen, Auszahlungen und Steuern

Einzahlungen sind nur von einem Zahlungskonto erlaubt, das auf den Namen des Spielers lautet und bei einem Institut nach dem Geldwäschegesetz geführt wird (§ 6b Abs. 4). Anonyme Zahlungsmittel – Kryptowährungen, anonyme Prepaid-Karten – sind damit auf dem regulären Markt tabu. Spielergelder liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühr ausgezahlt (§ 6b Abs. 6-7).

Die Wettsteuer richtet sich nach §§ 16–25 RennwLottG und beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“, also rund 5,03 % des gezahlten Betrags. Sie wird vom Veranstalter geschuldet, nicht vom Spieler (§ 19). Ob und wie ein Anbieter sie an den Kunden weitergibt, entscheidet der Anbieter selbst – hierzu schweigt das Gesetz. Gewinne privater Spieler sind nicht primärrechtlich geregelt; die korrekte Adresse für eine verbindliche Auskunft ist das Finanzamt.

Werbung, Boni und das, was der GlüStV nicht regelt

Werbung für Sportwetten ist nach § 5 Abs. 7 nur Inhabern einer Erlaubnis erlaubt. Das Werbeverbot zwischen 06:00 und 21:00 Uhr (§ 5 Abs. 3 Satz 1) betrifft Slots, Online-Poker und Online-Casinospiele, nicht aber Sportwetten. Bei Sportwetten gelten Sonderregeln: keine Werbung kurz vor oder während der Live-Übertragung desselben Ereignisses auf demselben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären, keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz (§ 5 Abs. 3, 6). Der GlüStV enthält keine Klausel, die einen Sportwetten-Bonus der Höhe, dem Umsatzfaktor oder der Mindestquote nach begrenzt; all das steht in den AGB des jeweiligen Anbieters.

Zivilrechtliche Rückforderungen: der Tipico-Fall

Ob und unter welchen Bedingungen Einsätze von Spielern zurückgefordert werden können, die bei einem später nicht (mehr) erlaubten Anbieter verloren wurden, ist seit Langem streitig. Im Verfahren vor dem BGH (Az. I ZR 90/23) geht es um mehr als 3.700 € Verluste eines Spielers bei Tipico aus den Jahren 2013 bis 2018. Der BGH hat die Frage am 25. Juli 2024 dem EuGH vorgelegt. Der Generalanwalt des EuGH, Nicholas Emiliou, hält es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24) grundsätzlich für möglich, dass unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze verpflichtet werden, mit einer Ausnahme: wenn Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Ein Urteil steht aus; ein konkreter Rückzahlungsanspruch lässt sich daraus heute nicht ableiten.

Spielerschutz: Wer sein Budget im Griff behält

Die ATP Tour beginnt um den Jahreswechsel und endet Mitte November; seit 2012 dauert die Winterpause sieben statt fünf Wochen. Wer ein ganzes Jahr lang auf Matches wettet, braucht einen Rahmen, der nicht von einem heißen Wochenende abhängt. Drei Bausteine tragen: ein festes Monatsbudget, das Einzahlungslimit über alle Anbieter und OASIS für den Ernstfall.

Das Einzahlungslimit von 1.000 € pro Monat ist die absolute Obergrenze für das, was legal überhaupt auf einem Konto landen kann. Wer mit niedrigerem Budget spielt, kann das Limit senken – die Senkung greift sofort, der Anbieter ist verpflichtet, sie umzusetzen. Eine Erhöhung ist nur mit nachgewiesener wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit möglich; eine E-Mail mit „Ich verdiene mehr“ reicht nicht. Wer parallel bei mehreren Anbietern spielt, verstößt gegen § 6h; die Aktivitätsdatei LUGAS erkennt das. Genau das ist der Grund, warum die Kontrolle funktioniert: Selbst wenn jemand heute hier 500 € einzahlt, sieht der nächste Anbieter morgen, dass das Monatslimit bereits angeknabbert ist.

OASIS ist die zweite harte Kante. Wer sich selbst sperren lässt, kann nicht einfach ein zweites Konto bei einem anderen Anbieter eröffnen, um weiterzuspielen; die Anbieter sind verpflichtet, das Register bei Registrierung und Login abzufragen. Die Selbstsperre dauert mindestens drei Monate bei selbst gewählter Frist, ansonsten mindestens ein Jahr. Wer kurzfristig aus einer Situation heraus will, in der er die Kontrolle verliert, drückt den Panikbutton – 24 Stunden Sperre, sofort wirksam. Danach ist OASIS der nächste Schritt.

Hilfsangebote außerhalb der Buchmacher: die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) führt eine Liste anerkannter Beratungsstellen, die Glücksspielsucht behandeln. Wettanbieter mit GGL-Erlaubnis verlinken auf ihrer Seite auf solche Stellen; die Suchfunktion auf der Anbieterseite heißt oft „Verantwortungsvolles Spielen“ oder „Spielsucht-Prävention“.

Wettarten und Quoten: Was ein Buchmacher anbietet, was er daran verdient

Tennis unterscheidet sich von Fußball oder Basketball in der Art, wie Märkte geschnitten werden. Vier Wettarten prägen den Alltag:

Die Marge: Was der Buchmacher pro Markt einbehält

Jede Quote enthält eine Marge. Sie ist der Anteil des Einsatzes, den der Buchmacher im Durchschnitt behält – das Gegenstück zur Auszahlungsquote, dem Anteil, den er zurückzahlt. Die Rechnung lautet: Auszahlungsquote = 1 ÷ (1/Quote₁ + … + 1/Quote_n); die Marge = 100 % minus Auszahlungsquote.

Für einen fiktiven Zwei-Wege-Markt mit beiden Quoten bei 1,90 ergibt sich: Auszahlungsquote = 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) = 1 ÷ (0,5263 + 0,5263) = 1 ÷ 1,0526 = 0,9500, also 95,00 %. Die Marge beträgt damit 5,00 %. Bei einer Wette zu Quote 1,90 und einem Einsatz von 100 € sieht das im Klartext so aus: Wer gewinnt, bekommt 190 € ausgezahlt (100 € Einsatz plus 90 € Reingewinn). Wer verliert, verliert 100 €. Über sehr viele solcher Wetten hinweg behält der Anbieter statistisch 5 € von 100 € ein – und führt die Wettsteuer von rund 5 € aus diesem Bruttoerlös ab, falls er sie nicht an den Kunden weitergibt.

Die 5 % sind nur ein Beispielwert: bei einem ausgeglichenen Match tendieren Buchmacher tatsächlich in diese Region, bei einem klaren Favoriten oder bei exotischen Märkten (Satzwetten auf 2:0, Handicaps auf -1,5 Spiele) liegen die Margen spürbar höher. Wer Tennis-Wetten vergleicht, sollte nicht die Spitzenquote eines Marktes suchen, sondern die durchschnittliche Auszahlungsquote über mehrere Märkte – ein einzelner Quotenvergleich verführt dazu, einen Anbieter mit guter Quote in einem Markt, aber hoher Marge im nächsten zu wählen.

Wettsteuer: Wann sie den Gewinn schmälert

Die Wettsteuer ist eine Abgabe des Veranstalters, nicht des Spielers. Was davon beim Kunden ankommt, hängt davon ab, ob der Anbieter sie offen ausweist oder in die Quote einpreist. Drei Modelle sind üblich: Einige Anbieter ziehen die Steuer vom Bruttogewinn ab (Gewinn 90 € statt 95 €, weil 5 € Steuer vom Gewinn abgezogen werden). Andere senken den Nettogewinn, indem sie die Quote entsprechend knapper stellen. Eine kleine Minderheit bewirbt, keine Wettsteuer zu erheben – und nimmt stattdessen eine niedrigere Auszahlungsquote in Kauf. Was für den Spieler zählt, ist der Betrag, der bei einem Gewinn tatsächlich auf dem Konto landet, nicht die Werbeaussage.

Die Profitour: Was sie prägt und wie sie sich gliedert

Die ATP Tour wird vom Spielerverband ATP organisiert und gilt als höchste Turnierserie im professionellen Herrentennis, oberhalb der ATP Challenger Tour und der ITF Future Tour. Die vier Grand-Slam-Turniere werden vom Weltverband ITF veranstaltet und gehören nicht zur ATP Tour. Wer auf einen Grand Slam wettet, setzt also auf ein Turnier, das nicht zur Profitour gehört – die Wettmärkte sind ähnlich, der Veranstalter ein anderer.

Masters 1000, ATP 500 und ATP 250 – was die Stufen unterscheidet

Die ATP Tour 2024 umfasste 9 Masters-1000-Turniere, 13 ATP-500-Turniere und 38 ATP-250-Turniere. Die ATP Tour 2025 umfasste 9 Masters-1000-Turniere, 16 ATP-500-Turniere und 30 ATP-250-Turniere; Dallas, Doha und München stiegen zu ATP-500-Turnieren auf. Die ATP Tour 2026 setzt diese Struktur fort, mit dem üblichen Kalender von Anfang Januar bis Mitte November.

Die Stufen prägen, wie die Quoten zu lesen sind:

Belag und Höhenlage – zwei Variablen hinter der Quote

Drei Beläge prägen den Profitennis-Kalender: Hartplatz (Hartplatz-Beläge in Australien, den USA und Teilen Europas), Sand (Europa zwischen April und Juni, Südamerika) und Rasen (Wimbledon-Vorbereitung im Juni). Jeder Belag bevorzugt andere Spieltypen; ein Spieler, der auf Sand stark ist, verliert auf Rasen oft einen Teil seines Vorteils. Wer Quote und Formkurve vergleicht, muss den Belag mitdenken – ein Belagwechsel kann einen klaren Außenseiter in eine ausgeglichenere Partie verwandeln.

Die Höhenlage beeinflusst, wie der Ball fliegt. Turniere in München oder Madrid spielen sich auf Höhenmetern ab, auf denen der Ball schneller unterwegs ist. Spieler mit explosiver Aufschlagtechnik profitieren; Spieler mit langen Ballwechseln leiden. Auch dieser Faktor schlägt sich in der Quote nieder – wer ihn nicht kennt, sieht „merkwürdige“ Außenseiter-Quoten, die in Wahrheit nur den Belag spiegeln.

Die ATP Finals im November

Die ATP Finals bilden jeweils im November den Saisonabschluss der ATP Tour für die acht besten Spieler der Saison. Acht Spieler, drei Gruppenspiele, Halbfinale, Finale – ein kompaktes Turnier, bei dem nicht der Formverlauf über Monate zählt, sondern zwei, drei Tage Höchstform. Quoten auf Turniersieger sind früh im Jahr niedrig (die Favoriten sind klar), gegen Ende des Turniers, wenn nur noch wenige Spieler übrig sind, gibt es Live-Wetten auf den nächsten Satz – nach § 21 Abs. 4 GlüStV eine der wenigen erlaubten Live-Komponenten.

Lizenzierte Anbieter im Vergleich

Die Tabelle führt zehn Anbieter, deren Sportwetten-Domain auf der Whitelist der GGL mit Stand 2. Oktober 2026 geführt wird. Sie zeigt, wer die Erlaubnis hält und seit wann – nicht, wer die höchste Quote oder den besten Bonus hat.

Anbieter Whitelist-Status Inhaber Erlaubnis seit
NEO.bet Whitelist-Eintrag Greenvest Betting Limited 09.10.2020
bwin Whitelist-Eintrag bwin (Deutschland) Limited 09.10.2020
Betway Whitelist-Eintrag Betway Limited 09.03.2021
Sportwetten.de Whitelist-Eintrag NetX Betting Limited 19.11.2020
Tipico Whitelist-Eintrag Tipico Co. Limited 09.10.2020
bpremium Whitelist-Eintrag Ladbrokes (Deutschland) Limited 09.10.2020
Interwetten Whitelist-Eintrag Interwetten Gaming Limited 02.11.2020
Wettarena Whitelist-Eintrag I.B.C. Sportsbetting Limited 09.10.2020
ODDSET Whitelist-Eintrag ODDSET Sportwetten GmbH 18.11.2020
Tiptorro Whitelist-Eintrag Torro Tec Limited 30.06.2021

„Erlaubnis seit“ steht für das Datum der Erst-Erlaubnis; alle genannten Anbieter haben zwischen dem 9. Dezember 2022 und dem 27. Dezember 2022 eine Folge-Erlaubnis erhalten, womit die jeweilige Erlaubnis um weitere fünf Jahre läuft. Die Whitelist weist kein Enddatum aus – die Spalte „bis“ bleibt deshalb leer.

Was die Whitelist prüft – und was sie nicht prüft

Die Whitelist führt 30 Einträge; 27 davon haben eine Sportwetten-Erlaubnis, zwei davon zusätzlich Pferdewetten, drei nur Pferdewetten. Jede gelistete Domain ist eine .de-Domain; bei einem Anbieter, der unter einer anderen Domain auftritt, ist die Erlaubnis nicht ohne weiteres übertragbar. Eine Casino- oder Poker-Erlaubnis desselben Inhabers besagt nichts über das Sportwetten-Angebot – hier sind getrennte Erlaubnisse mit getrennten Regeln.

Wer prüfen will, ob ein Anbieter aktuell gelistet ist, geht direkt auf die Whitelist der GGL. Der Snapshot-Stand vom 2. Oktober 2026 ist die letzte in den Quellen dokumentierte Version; eine ältere oder neuere Liste ersetzt diese Angabe.

Einzelbetrachtungen: Was die zehn Anbieter für ATP-Wetten mitbringen

Im Folgenden steht jeder Anbieter mit dem, was die Quellen ihm konkret zuordnen lassen. Welche Märkte ein Anbieter im Detail führt, ob er Live-Streams, Cash-Out oder einen Konfigurator anbietet, ist Angelegenheit seines Wettprogramms und ändert sich schneller als jede Liste – hier lohnt der Blick auf die Anbieterseite vor der Platzierung.

NEO.bet

NEO.bet wird laut Whitelist von der Greenvest Betting Limited betrieben; die Erlaubnis für NEO.bet ist seit dem 09.10.2020 dokumentiert (Folge-Erlaubnis 22.12.2022). Damit gehört NEO.bet zu den frühen Whitelist-Inhabern, mit Whitelist-Eintrag für die Sportwetten-Domain.

bwin

bwin wird laut Whitelist von der bwin (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira, Malta, betrieben; die Erlaubnis für bwin läuft seit 2020 mit Folge-Erlaubnis 23.12.2022. bwin ist ein etablierter Name mit breitem Wettprogramm.

Betway

Betway wird laut Whitelist von der Betway Limited betrieben; die Erlaubnis für Betway besteht seit 09.03.2021 (Folge-Erlaubnis 23.12.2022). Beim Betway-Cash-Out erscheint das grüne Symbol unter „Meine Wetten“; der Wert der Wette wird angezeigt, ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil. Betway bietet zudem einen Wettkonfigurator für Fußballspiele, der Konfigurator+ kombiniert Auswahlen aus verschiedenen Partien.

Sportwetten.de

Sportwetten.de wird laut Whitelist von der NetX Betting Limited betrieben; die Erlaubnis für die Domain besteht seit 19.11.2020 (Folge-Erlaubnis 16.12.2022). Der Inhaber sitzt nach Whitelist-Angabe in Birkirkara, Malta.

Tipico

Tipico wird laut Whitelist von der Tipico Co. Limited betrieben; die Erlaubnis für Tipico besteht seit 09.10.2020 (Folge-Erlaubnis 09.12.2022). Die Tipico-App wird im Apple App Store vom Entwickler Tipico B2B Ltd angeboten; in der Entwicklerbeschreibung werden „Tipico Cashout“ als Kontrolle über den Wettschein und Live-Wetten auch während des Fußballspiels genannt. Tipico ist zugleich Akteur im zivilrechtlichen Rückforderungsverfahren, das oben beschrieben ist.

bpremium

bpremium wird laut Whitelist von der Ladbrokes (Deutschland) Ltd betrieben; die Erlaubnis für die Domain besteht seit 09.10.2020 (Folge-Erlaubnis 21.12.2022). Nutzungsbedingungen, Fassung vom 3. April 2023, dokumentieren den Sitz in Gzira, Malta, und die Registernummer C92799.

Interwetten

Interwetten wird laut Whitelist von der Interwetten Gaming Limited betrieben; die Erlaubnis für Interwetten besteht seit 02.11.2020 (Folge-Erlaubnis 27.12.2022). Sitz laut Whitelist ist Tigne‘ Point, Sliema, Malta.

Wettarena

Wettarena wird laut AGB von der I.B.C. Sportsbetting Limited betrieben; die Whitelist führt die Erlaubnis seit 09.10.2020 (Folge-Erlaubnis 15.12.2022). Sitz laut AGB ist Sliema, Malta.

ODDSET

ODDSET wird laut Whitelist von der ODDSET Sportwetten GmbH betrieben; die Erlaubnis wurde vom Regierungspräsidium Darmstadt mit Bescheid vom 15.12.2022 erteilt und gilt für Sportwetten im Internet und im stationären Vertrieb. Aufsichtsbehörde ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder, Hansering 15, 06108 Halle (Saale). ODDSET ist einer der wenigen Anbieter mit einer inländischen GmbH als Trägerin.

Tiptorro

Tiptorro wird laut Whitelist von der Torro Tec Limited (Malta) betrieben; die Erlaubnis für Tiptorro besteht seit 30.06.2021 (Folge-Erlaubnis 27.12.2022). Die Tiptorro-App wird im App Store angeboten und beschreibt sich als behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der GGL.

Was ein Wettbonus rund um ATP-Tennis wirklich kostet

Ein „100 % Bonus“ liest sich wie geschenktes Geld; er ist es nicht. Ein Wettbonus ist ein zusätzliches Wettguthaben, das an Bedingungen geknüpft ist. Drei Parameter entscheiden, wie teuer er ist: der Umsatzfaktor, die Mindestquote und die Frist.

Der Umsatzfaktor sagt, wie oft der Bonus (oder Bonus plus Einzahlung) durchgespielt werden muss, bevor eine Auszahlung möglich ist. Ein Faktor von 5x auf einen 100 € Bonus verlangt 500 € Umsatz – nicht Gewinn, sondern Einsatzsumme. Die Mindestquote legt fest, welche Wetten zählen: typisch sind Quoten zwischen 1,50 und 2,00; Wetten darunter tragen nicht zum Umsatz bei. Die Frist begrenzt, wie lange der Umsatz erfüllt werden muss – 30 Tage, 60 Tage oder 90 Tage, je nach Anbieter.

Wer den Bonus in dieser Zeit nicht vollständig durchspielt, verliert Bonus und damit verbundene Gewinne. Drei Szenarien, mit denen Spieler rechnen müssen:

Auf den ATP-Kalender bezogen heißt das: Wer Anfang Januar einen Bonus annimmt, hat je nach Frist bis Ende März oder Anfang April Zeit – also die Hartplatz-Saison Australiens und Teile der US-Saison, mit Highlights bei den Masters-1000-Turnieren Indian Wells und Miami. Wer im Hochsommer auf Sand setzt, läuft eher in den Fristablauf.

Die Werbeaussage „risikofrei“ oder „free bet“ täuscht darüber hinweg, dass eine Gratiswette häufig nicht den Einsatz zurückzahlt – wer eine 10 € Freebet zu Quote 3,00 gewinnt, bekommt 30 €, nicht 40 €. Eine pauschale Empfehlung lässt sich daraus nicht ableiten; wer einen Bonus annimmt, liest das Kleingedruckte vorher.

Live-Wetten und Tennis: Was erlaubt ist und was live fehlt

Während eines laufenden ATP-Matches ist Live-Wetten in Deutschland nur eingeschränkt möglich. Erlaubt ist das Wetten auf das Endergebnis und auf seltene Komponenten – nach § 21 Abs. 4 GlüStV zählt beim Tennis der nächste Satz dazu. Das ist mehr als beim Basketball (nächster Korb ausgeschlossen) und weniger als beim Fußball, wo das nächste Tor erlaubt ist. Was nicht erlaubt ist: der nächste Punkt.

Diese Lücke ist für Tennis-Quotenfreunde spürbar. Wer in einem laufenden Spiel auf den Ausgang des nächsten Punkts wetten will – ein Markt, den internationale Anbieter anbieten –, stößt bei Whitelist-Anbietern auf eine Mauer. Die deutsche Regulierung behandelt den Punkt als zu häufig, um manipulationsanfällige Wetten auszuschließen; der Punkt ist zudem ein Impuls-Ereignis, das zwischen Breaking und Spielstand in Sekundenbruchteilen kippt.

Cash Out ist nicht gesetzlich geregelt; ob ein Anbieter Cash Out anbietet, ist eine Funktion des Wettprogramms. Wer Cash Out nutzt, bekommt den vom Anbieter festgelegten aktuellen Wert der Wette ausgezahlt – nicht den vollen Gewinn aus der ursprünglichen Quote, sondern den Wert, den der Anbieter dem laufenden Spiel zum aktuellen Zeitpunkt beimisst. Wie dieser Wert berechnet wird, hängt vom Anbieter ab.

Live-Streams sind ebenfalls anbieterabhängig. Winamax etwa bietet mit Winamax TV Live-Streams von Spielen aus La Liga, Serie A, Ligue 1, Primeira Liga, Eredivisie und MLS, von den vier Grand-Slam-Turnieren und allen ATP- und WTA-Turnieren sowie von der NBA und der NFL im eigenen Kundenkonto an. Welche Anbieter ATP-Streams zeigen, ändert sich von Saison zu Saison.

Wie die Seite den Stand der Dinge prüft

Diese Seite wurde gegen die Whitelist der GGL, Stand 2. Oktober 2026, abgeglichen. Was dort steht, ist die offizielle Auskunft über die Erlaubnis eines Anbieters. Die Snapshot-Daten in den Quellen (Oktober 2026) bilden den Stand zum Zeitpunkt der Erhebung ab. Wer auf der Seite steht und dort jetzt (zur Lesezeit) nachsehen will, geht direkt auf die Whitelist und vergleicht das Datum – eine neuere Whitelist kann Anbieter hinzufügen oder streichen.

Die Wettquoten und Margen veralten schneller als Erlaubnisse. Die auf dieser Seite genannten 5 % Marge für den fiktiven Markt mit beiden Quoten bei 1,90 sind ein Beispielwert, kein Quotenversprechen. Echte Margen liegen je nach Markt, Belag und Spielerverteilung anders. Wer vor einer Platzierung vergleicht, öffnet zwei Anbieter nebeneinander, geht den gleichen Markt an, und rechnet selbst: 1 ÷ (1/Quote₁ + … + 1/Quote_n).

Was die Seite nicht liefern kann, sind Aussagen über künftige Spielausgänge, „sichere“ Wetten oder Systeme, mit denen sich der Buchmacher schlagen lässt. Jede Wette, deren Ausgang offen ist, ist und bleibt ein Risiko – auch wenn die Quote großzügig aussieht.

Häufige Fragen

Welche Turnierstufen umfasst die ATP Tour, und wie unterscheiden sich Masters-1000-Turniere von ATP-500- und ATP-250-Turnieren?

Die ATP Tour 2025 umfasste 9 Masters-1000-Turniere, 16 ATP-500-Turniere und 30 ATP-250-Turniere; Dallas, Doha und München stiegen zu ATP-500-Turnieren auf. Masters 1000 sind Pflichtturniere für die Top-Spieler mit dichtester Konkurrenz, ATP 500 etwas schwächer besetzt mit sechzehn Turnieren und ATP 250 das größte Feld mit den häufigsten Außenseiter-Chancen.

Welche Wettarten gibt es bei Tennis, etwa Matchsieger, Satzwette oder Handicap?

Matchsieger, Satzwetten, Handicap auf Spiele und Turniersieger sind die vier gängigen Märkte. Matchsieger ist die Zwei-Wege-Wette auf den Sieger des Matches, Satzwetten zielen auf einen Satz oder den exakten Satzwert, Handicap gibt einem Spieler einen virtuellen Vorsprung, Turniersieger wetten auf den Gewinn des gesamten Turniers.

Wie wird eine Tenniswette abgerechnet, wenn ein Spieler das Match vorzeitig aufgibt?

Die meisten Anbieter werten die Wette nach dem Zeitpunkt der Aufgabe aus; bei Matchsieger-Wetten wird in der Regel der Spieler gewertet, der zum Zeitpunkt der Aufgabe vorne lag, sofern ein Satz vollständig gespielt war. Die genauen Regeln unterscheiden sich von Anbieter zu Anbieter; ein Blick in die AGB vor der Platzierung ist hier unverzichtbar.

Welche Live-Wetten sind bei Tennis in Deutschland erlaubt, und warum sind Wetten auf den nächsten Punkt ausgeschlossen?

Erlaubt sind Wetten auf das Endergebnis und auf seltene Komponenten wie den nächsten Satz; der nächste Punkt ist nach § 21 Abs. 4 GlüStV nicht zugelassen, weil er zu schnell kippt und als manipulationsanfällig gilt. Auch der nächste Korb beim Basketball ist ausgeschlossen; beim Fußball ist der nächste Tor erlaubt.

Wie ist ein Wettbonus rund um die ATP Tour zu bewerten, und was bedeuten Umsatzbedingungen und Mindestquote?

Ein Bonus ist zusätzliches Wettguthaben, das an Umsatzfaktor, Mindestquote und Frist gebunden ist. Umsatzfaktor sagt, wie oft der Bonus durchgespielt werden muss, Mindestquote legt fest, welche Wetten zählen, und die Frist begrenzt den Zeitraum – wer sie versäumt, verliert Bonus und Gewinne.

Wie lässt sich prüfen, ob ein Anbieter für ATP-Wetten auf der GGL-Whitelist steht?

Die Whitelist der GGL ist die einzige offizielle Quelle und führt 30 Einträge, davon 27 mit Sportwetten-Erlaubnis. Wer prüfen will, ob ein Anbieter aktuell gelistet ist, geht direkt auf die Whitelist und vergleicht Datum und Domain – eine .de-Domain allein beweist noch keine Erlaubnis.

Inhalt erstellt vom Team «Wett App Info»